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Journalisten als Hassobjekte

Dass Journalisten von Vertretern der rechtsextremen Szene eingeschüchtert werden, ist nicht neu. Mit Corona hat das Problem eine neue Dimension bekommen: Bei Demonstrationen kommt es immer öfter zu Angriffen gegen Berichterstatter.
© Georg Hochmuth/APA/picturedesk.com

Die rechte Szene und die etablierten Medien – das ist eine lange Geschichte der Feindschaft. Zeitungen und Fernsehsender werden von rechten und rechtsextremen Kreisen gezielt als Teil eines „Systems“ diffamiert, das „dem Volk“ gegenüber feindlich eingestellt ist. Mit Kampfbegriffen wie „Lügenpresse“ und „Fake News“ wird ihre Glaubwürdigkeit systematisch untergraben.
Das Problem der zunehmend aggressiven Stimmung gegenüber Journalisten ist nicht neu. So zeichnete die 2019 durchgeführte Studie „Hass und Angriffe auf Medienschaffende“ vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld ein alarmierendes Bild: 59,9 Prozent der 322 für die Studie befragten deutschen Journalisten gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal angegriffen worden zu sein. Auch wenn der Begriff „angreifen“ hier sehr weit gefasst wurde und auch Beleidigungen und verbale Anfeindungen umfasst, ist das eine erschreckende Entwicklung. 16,2 Prozent gaben sogar an, in ihrem Berufsleben schon einmal körperlich attackiert worden zu sein. Auch Morddrohungen zählen fast schon zum Berufsalltag: 15,8 Prozent sind schon mindestens einmal mit dem Tod be-droht worden.
Knapp zwei Drittel äußerten in den Befragungen für diese Studie die Ansicht, dass An-griffe auf Medienschaffende in Deutschland insgesamt zunehmen. Als Konfliktpunkte wurden vor allem die Themenfelder Migration, Flüchtlinge sowie die Rechtspartei AfD genannt – das Thema Corona fehlt, weil die Befragung im Jahr 2019 durchgeführt wurde. Die Tendenz zu mehr Gewalt gegen Journalisten war also schon vor Corona vorhanden und dürfte sich dadurch noch massiv verstärkt haben…

Von Martin Krake

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