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„Jetzt braucht’s den ORF“

Mit drei Millionen Sehern erreichte der ORF am 15.3.2020 das höchste Teletest-Ergebnis aller Zeiten. General Dr. Alexander Wrabetz im Interview über das Corona-Paket, seinen Maßnahmen-Katalog und sein Wirken im Home Office.
© ORF

Alexander Wrabetz hat die Kommandobrücke am Küniglberg vorerst gegen das Home Office getauscht

ExtraDienst: Herr Dr. Wrabetz, wie läuft Ihr Arbeitsalltag im Moment ab?
Alexander Wrabetz: Ich gehe jeden Morgen so um 8.30, 8.45 Uhr in mein Büro. Es sind ja nur zehn Meter, ich gehe von meinem Schlafzimmer in mein Home Office.
ED: Sie fahren also nicht mehr auf den Küniglberg und arbeiten nur noch im Home Office?
Wrabetz: Ja, nur mehr im Home Office. Seit inzwischen ca. zehn Tagen habe ich mich hier zu Hause eingerichtet. Ich habe mir das gut überlegt: Ich dachte zunächst, ich würde ein Minimum an Zeit im Büro auf der Brücke sein. Aber wenn zwei Drittel unserer Mitarbeiter im Home Office arbeiten – wofür allen zu danken ist –, dann kann ich nicht sagen, ich bring das nicht zusammen. Daher ist die Minimierung aller Kontakte das Beste. Und es funktioniert auch ganz gut.
ED: Wie viele aller Mitarbeiter des ORF sind im Home Office?
Wrabetz: Von den insgesamt rund 3000 arbeiten jetzt 1700 zu Hause.
ED: Also setzen sich noch 1300 dem Risiko aus, im Büro zu sein. Was machen Sie, wenn dort etwas passiert? Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Wrabetz: Wir haben schon sehr früh damit begonnen, uns vorzubereiten und Szenarien dafür zu entwickeln. Insbesondere haben wir versucht, die Mannschaften zu teilen, vor allem in den kritischen Infobereichen. Und zwar so, dass wir Teams haben, die nur mehr von draußen arbeiten. Also die ganzen Außenreporter, die von draußen berichten, in den Landesstudios, vom Radio, vom Fernsehen – die sind jetzt nur mehr draußen. Sie überspielen ihre Beiträge und gehen gar nicht mehr in die Studios. Auch die anderen Mannschaften sind aufgeteilt in Teams, die abwechselnd im Home Office und im Haus arbeiten, dort wo es eben geht. Damit dann, wenn durch einen Verdachtsfall oder auch einen realen Infektionsfall ein Team z.B. unter Quarantäne gestellt wird, sofort das andere Team einrücken kann. Das sind die zwei Hauptmaßnahmen.
ED: Und am Künglberg selber, in den Technikstudios? Wie viele Leute müssen unbedingt dort sein?
Wrabetz: Am Küniglberg arbeiten jetzt ungefähr noch 300 Leute. Am Tag, also nicht alle gleichzeitig. Es sind also schon sehr wenige, die noch dort sind. Weil die einen remote arbeiten, die anderen im Home Office.
ED: Wer leitet das für Sie, wer ist verantwortlich für das Thema Gesundheit?
Wrabetz: Unser Sicherheitschef Pius Strobl. Der macht das auch aus dem Home Office, aber sehr umsichtig.

 

Das Interview führte Christian W. Mucha

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