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Italien bekommt neue Tageszeitung

Unternehmer De Benedetti startet mit „Domani“ am 15. September.
© Pixabay

Inmitten der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Problemen wird in Italien eine neue Tageszeitung gegründet. „Domani“ (Morgen) heißt das vom Medienunternehmer Carlo De Benedetti gegründete liberale Blatt. 20 Millionen Euro beträgt das Gründungskapital, das über eine Stiftung bereitgestellt wird.

Der 85-jährige De Benedetti hat als Gründer der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ und als Ex-Eigentümer des Nachrichtenmagazins L’Espresso viel Erfahrung im Medienbereich. Zum neuen Chefredakteur rückt der 35-jährige Journalist und Kommentator Stefano Feltri auf. Er war bereits stellvertretender Chefredakteur der römischen Zeitung „Il Fatto quotidiano“. Die Redaktion soll aus jungen Journalisten bestehen.

Offizieller Start des neuen Blatts ist am 15. September. Feltri wird eine Woche vor dem Start am 8. September bei einem Online-Gespräch des Presseclubs Concordia über das Geschäftsmodell, den inhaltlichen Ansatz und das Design von „Domani“ berichten. Eine Anmeldung zu dem Zoom-Gespräch (von 09.00 Uhr bis 10.30 Uhr) ist bis zum 4. September erforderlich.

Der Großunternehmer De Benedetti dementierte, dass das neue Blatt mit „La Repubblica“, die seit kurzem mehrheitlich unter Kontrolle der Mediengruppe Gedi der mächtigen Agnelli-Familie steht, konkurrieren will. De Benedetti hatte die römische Tageszeitung „La Repubblica“ in den 1970er-Jahren zusammen mit Eugenio Scalfari, der das Blatt lange als Chefredakteur leitete, als Anti-Establishment-Blatt gegründet und sie vor einigen Jahren seinen Söhnen überlassen.

„Domani“, die gedruckt und online erscheinen wird, soll aus acht bis 16 Seiten bestehen. Sie soll auf Politik, Wirtschaft und Reportagen setzen. Dass seine Söhne die defizitäre „La Repubblica“ ausgerechnet der ihm verhassten Agnelli-Familie verkauft hatten, hatte Carlo De Benedettis Protest ausgelöst. Er hatte beim Verkauf der „Repubblica“ ebenfalls mitgeboten, seine Söhne hatten das Angebot jedoch abgelehnt und den Agnellis den Zuschlag gegeben.

APA/red

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