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Internet-Nutzer halten Like-Button für gefährlich

Suche nach Anerkennung setzt viele User unter Druck.

Der Like-Button ist für User – hinter verstörenden Inhalten – das schädlichste Element in sozialen Medien. Das liegt vor allem an dem Druck, den Erwartungen der anderen User gerecht zu werden und durch Likes ihre Anerkennung zu erhalten, wie eine Umfrage der Royal Society for Public Health (RSPH) ergibt.

Die Erhebung der Wohltätigkeitsorganisation zeigt, welche Elemente von sozialen Medien für User besonders unangenehm sind. Auf dem ersten Platz liegen demnach verstörende Inhalte, die als „Trigger“ funktionieren, folglich Erinnerungen an negative Erlebnisse hervorrufen. Dahinter kommen der Like-Button und Push Notifications – also automatische Benachrichtigungen, die User von Smartphones bei neuen Inhalten erhalten, die in ihre Social-Media-Accounts gepostet wurden. Danach die Furcht davor, etwas zu verpassen, und Druck durch Influencer.

„Es ist auffällig, dass der Like-Button und die Push-Notifications als besonders schädlich gelten. Es handelt sich dabei um Elemente, die von den Social-Media-Unternehmen selbst kreiert wurden“, so Shirley Cramer, CEO der RSPH. Die Betreiber von sozialen Netzwerken müssten daher mehr Verantwortung tragen und deren Infrastruktur verbessern.

Bei den Ergebnissen gab es Unterschiede zwischen Geschlechtern und zwischen Altersgruppen. Cybermobbing ist für Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren besonders gefährlich, fast ein Drittel (31 Prozent) gibt es als schädlichstes Element an. Deutlich mehr Männer (Zehn Prozent) haben Angst davor, etwas zu verpassen, als Frauen (drei Prozent). Der Anlass für die Umfrage ist der bevorstehende „Scroll Free September“, eine Kampagne, mit der die RSPH Menschen dazu aufruft, eine Pause von sozialen Medien einzulegen.

Pressetext/Red

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