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„Ich habe kein Parteibuch“

Eva Schindlauer wird die neue Kaufmännische Direktorin des ORF. Mangelnde Qualifikation kann ihr freilich niemand vorwerfen...
© ORF/ Roman Zach-Kiesling

Eva Schindlauer übernimmt die Kaufmännische Direktion des ORF

ExtraDienst: Frau Schindlauer, Gratulation zur Bestellung. Doch da steigt plötzlich die Verantwortung von Ihnen von 19 Mio. Euro Budget für ORF III auf eine Milliarde. Das sorgte für einige Diskussionen. Wie reagieren Sie darauf?

Eva Schindlauer: Das ist für mich keine Frage der Höhe des Budgets, sondern der Kompetenz. Außerdem hatte ich zuvor bei Novartis rund 500 Mio. Euro zu verantworten. Und das auf globaler Ebene. Und es geht immer auch um die Komplexität des Geschäftsfeldes: Das 500-Millionen-Budget bei Novartis zu verwalten, war weniger komplex als die rund 20 Mio. bei ORF III.

ED: Controller gelten als das Schreckgespenst in internationalen Unternehmen. Ist das beim ORF auch so?

Eva Schindlauer: Nein. Controller sind jene, die dem Management eine Grundlage bieten, um Entscheidungen gut, effizient und rasch zu treffen. So sehe ich die Aufgabe. Vor allem im ORF, wo Entscheidungen oft besonders schnell getroffen werden müssen. Ich definiere mich da als Ermöglicherin des Programms. 

ED: Haben Sie als Geschäftsführerin ORF III auch programmmäßig geleitet? Oder sich nur um die wirtschaftlichen Agenden gekümmert?

Schindlauer: Das ist sauber getrennt. Peter Schöber und ich verstehen uns gut. Auch in unseren inhaltlichen Annäherungen. Daher sind wir immer sehr eng abgestimmt. In regelmäßigen Sitzungen erarbeiten wir einen Konsens, der dann schnell umgesetzt wird.

ED: Was ist Ihr politisches Credo?

Schindlauer: Ich habe kein Parteibuch. Ich glaube an Respekt und Wertschätzung im Umgang mit den Mitmenschen.

ED: Wer hat Sie „protegiert“?

Schindlauer: Einerseits einer der damaligen Geschäftsführer der ORF-Tochter OMC, Werner Dujmovits, der mich eingestellt hat. Andererseits Alexander Wrabetz, der immer an mich geglaubt hat.

ED: Aber ohne eine politische Unterstützung wären Sie nicht Direktorin geworden, oder?

Schindlauer: Das sehe ich definitiv nicht so.

ED: Wie sind Sie mit Andreas Nadler verbunden? Wie gut kennen Sie einander?

Schindlauer: Andreas Nadler war für mich ein wichtiger Ansprechpartner, seit ich zum ORF gekommen bin. Er ist ein geschätzter Kollege, mit dem ich gerne zusammenarbeite.

 

Von Christian W. Mucha

 

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