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„Ich bin ein Exot im ORF“

Im ExtraDienst-Interview bricht Georg Spatt sein übliches Schweigen und räumt mit dem Vorurteil auf, dass er autistisch wäre
© privat

Weiter Blick, aber leise: Georg Spatt spricht so gar nicht gerne über sich selbst

ExtraDienst: Herr Spatt, überraschend ist Ihr Name als möglicher neuer TV-Direktor des ORF genannt worden. Noch dazu auf einem grünen Ticket. Wie kommt das? Hat man Sie gefragt?

Spatt: Ich war schon überrascht. Aber das ist weniger mysteriös, als viele glauben. Ich wurde angesprochen aus einem Bereich, der den Grünen zuzuordnen ist …

ED: Wann?

Spatt: Im Juni. Wir unterhielten uns über fachliche Themen im Vorfeld der anstehenden Generaldirektorenwahl. Und in diesem Zusammenhang wurde ich darauf angesprochen, ob Interesse bestehen würde, meine Karriere beim ORF in einem anderen Bereich fortzusetzen. Ob ich mir vorstellen könne, mehr Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn es branchenfremd – also TV – wäre. Meine Reaktion darauf war: Ja. Denn ich bin gerne beim ORF. Ich werde sehr gut behandelt und darf auch viel machen. Insofern wäre es für mich eine Freude. Immer mit der Frage verbunden, um welche Position es denn gehe. Wie sich herausstellte, war es die Programmdirektion. Das haben wir noch etwas diskutiert und sind dann bei den Channelmanagern gelandet. Wir haben uns telefonisch ausgetauscht. Das ging von Lothar Lockl aus, der fachlich unbestritten und in seiner Art integer ist.

ED: Sie haben doch kein grünes Parteibuch?

Spatt: Nein, ich habe überhaupt kein Parteibuch.

ED: Sind Sie ein Grüner im Herzen?

Spatt: Ich habe mit keinem einzigen grünen Politiker gesprochen. Ich glaube, ich kenne keinen einzigen grünen Politiker. Doch, eine Bezirkspolitikerin kenne ich …

ED: Warum kommt man dann auf Sie zu?

Spatt: Ich nehme an, dass Lockl als Stiftungsrat den ORF kennt. Zudem hatten wir im Laufe der letzten Jahre beruflich zwar wenig, aber immer wieder einmal miteinander zu tun.

ED: Wie grün ist Ihre Affinität? Sie kommen mit dem Motorrad, das ist nicht gerade grün. Was ist das für eine Maschine?

Spatt: Das ist eine 13 Jahre alte BMW. Die ist umwelttechnisch nicht wahnsinnig gut. Sie ist besser als ein Auto, aber schlechter als die U-Bahn. Und ich fahre alles. Fahrrad, Tretroller, U-Bahn, Auto. Mit meiner Frau habe ich einen Audi A4 Avant. Kurz zurück zu den Grünen: Man könnte auch argumentieren, dass es ihnen ernsthaft um Sachlösungen geht. Und sie daher auf der Suche nach Menschen sind, die sachlich unabhängig arbeiten.

 

Von Christian W. Mucha

 

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