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Humanic lässt die Werbeikone „Franz“ auferstehen

Er war Kult-Kunst. 26 Jahre lang formte der Schuhhändler aus einem Vornamen und einem Victory-Zeichen den zeitlosen Inbegriff Franz!
© Humanic

Die Vorstände Michael Rumerstorfer, Wolfgang Neussner (v.l.n.r.)

Beide Füße fest im Leben, die Augen in der Welt: Es waren immer schon Menschen mit besonderen Gespür für Entwicklungen, die die Humanic-Historie geprägt und geschrieben haben. Schon 1872, als im Graz der Habsburgermonarchie von einer kleinen Ledermanufaktur aus der Aufstieg zum Schuhhändler der Herzen begann. 2022 feiert die rot-weiß-rote Premiummarke mit grünem Herz ihr 150jähriges Bestehen. Ihre Zeitreise überdauerte Kriege, Krisen und Zäsuren, Höhenflüge und Herausforderungen – ganze Generationen sind ein Teil dieser Erfolgsgeschichte.

Trendsetter seit 1872

Die Heritage: Humanic ist Trendsetter seit 1872. Kontinuität, die sich durchzieht als Tradition, die verpflichtet. Eine DNA, die die Marke im Aufwind des 68er-Zeitgeists zum Inbegriff kreativer Kommunikation machen sollte. Damals wurde Horst Gerhard Haberl Leiter der Humanic-Werbung. Der kunstsinnige Querdenker benannte sie in „Abteilung Zukunft“ um und setzte zu einem bis heute unerreichten Geniestreich an: Werbung zu machen, die auf Werbung im klassischen Stil verzichtete – und stattdessen der Kunst öffentlichen Raum gab…
Auf diese Weise gewann Haberl die Avantgarde seiner Zeit als „Kreativagentur“. Künstler wie H. C. Artmann, Wolfgang Bauer, Anselm Glück, Andreas Okopenko, Roland Goeschl, Richard Krieschke, Otto M. Zykan machten ihre Poesie zu einer HUMANIC-Botschaft mit immenser gesellschaftlicher Relevanz und Resonanz.
Der Grafiker und Performancekünstler Karl Neubacher kreierte damals das ikonische Hand-Fuß-Logo als buntes Victory-Zeichen und Regiestar Axel Corti machte 1971 aus einem Vornamen den ikonischen Inbegriff, der Geschichte schrieb: Franz! Diese Sternstunde der Markenkommunikation dauerte zweieinhalb Jahrzehnte, von 1969 bis 1995. Bis heute ist der Franz-Bekanntheitsgrad von 98 Prozent unerreicht; 70 kult-künstlerische TV-Spots und inspirierende Exponate visueller Gestaltung wurden in dieser Ära erschaffen. Erst eine Neuausrichtung bei Humanic ab 1995 verschaffte Franz eine schöpferische Pause in einem Archivraum der Unternehmenszentrale. Dort hat Lebensfreude-Aktivist Franz nun mehr als ein Vierteljahrhundert zugebracht, um auf den besten Zeitpunkt seiner Auferstehung zu warten. Der ist jetzt. Denn echte Helden kennen keine Halbwertszeit.

Ins Hier und Jetzt transferiert

Für den Relaunch hat ein Kreativteam die Franz-Legacy von einst behutsam ins Hier und Jetzt transponiert.  So muss die Stimmung gewesen sein, als Steve Jobs zwölf Jahre nach dem Rauswurf bei Apple zurückkehrte und den legendären Satz „Ich war nie weg“ sagte. Franz war auch nie weg – und betritt die Bühne für Kunst im öffentlichen Raum der Werbung nach 26 Jahren mit einem „Best of“ seiner genialsten Werbespots. Ehe heute der Big Bang in allen Filialen und auf allen Kanälen erfolgt – mit einem Franz-Möbel als Eyecatcher-Installation, einer Tribute to Franz-Textilkollektion mit Streetwear-Must Haves, mit großer Kommunikationsoffensive und neuen Franz-Spots.
Die Vorstände in Vorfreude: „Wie damals, geben wir der Kunst einen öffentlichen Wirkraum in unserer Werbung und der Poesie eine Bühne. Wir arbeiten mit einem Fadeover-Effekt aus den Franz-Kreationen von damals mit den Neu-Interpretationen von jetzt. Unsere Avantgardisten werden im 150. Jubiläumsjahr Menschen in sozialen Medien sein, die bestehendes Material remastern und – mit ganz wenig Briefing, wie in den 80ern – eigene Franz-Schöpfungen kreieren. Und weil die Zeit danach verlangt, werden wir auch zulassen, dass Franz mit polarisierende Botschaften einen gesellschaftlichen Diskurs zu wichtigen Themen anregt.“
 
APA/red

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