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Hubert Löffler erhielt Russ-Preis

„Netz für Kinder“- Gründer ausgezeichnet
© Screenshot/ YouTube: Vorarlberger Nachrichten

Der Gründer von „Netz für Kinder“ Hubert Löffler erhielt heuer den Russ-Preis

Der Russ-Preis wurde heuer zum 52.Mal vergeben und wurde ursprünglich im Gedenken an den ehemaligen „Vorarlberger Nachrichten“- Chefredakteur Toni Russ gestiftet. Seit einigen Jahren gilt die Erinnerung auch seiner Frau Rosa Russ, die 2017 verstorben ist. Ausgezeichnet werden Vorarlberger Persönlichkeiten, die durch Privatinitiativen dem Land und seinen Menschen wertvolle Dienste geleistet haben oder es noch tun. Der „Netz für Kinder“- Vereinsgründer Hubert Löffler erhielt am Donnerstag den Dr.-Toni-und-Rosa-Russ-Preis und -Ring. Sein 1996 gegründeter Verein unterstützt gefährdete Kinder in Vorarlberg. Wie der Homepage des Vereins zu entnehmen ist, wurde „Netz für Kinder“ ins Leben gerufen, als sich abzeichnete, dass die Ausgaben der öffentlichen Hand für Soziales auch in Vorarlberg eine Grenze erreicht hatte.

Hubert Löffler war damaliger Leiter der Familienarbeit des Instituts für Sozialdienste und hatte zusammen mit Franz Abbrederis Menschen gesucht, die die Idee eines Vereins zur finanziellen und ideellen Unterstützung von Kindern mittrugen. Daraus entstanden ist ein Förderkreis und ein Verein. Bekannt ist „Netz für Kinder“ für seine „Entenrennen“: Jährlich schwimmen gegen eine Spende gelbe Plastikenten in einem Nach um die Wette. 

Nicht stolz auf die Auszeichnung

Das „Netz für Kinder“ zeige laut Eugen A. Russ, wie privates Engagement die Situation von Kindern in Vorarlberg verbessere. Dabei helfe der Verein entscheidend, dieses Fundament für die Kinder zu bauen. Löffler selbst räumte am Donnerstagabend ein, keine armen Kinder in Pflege genommen und sich im Urlaub auch nicht für andere Kinder eingesetzt zu haben. Von daher empfinde er keinen persönlichen Stolz angesichts der Auszeichnung. „Wohl aber war es mir ein Anliegen, Kinder zu unterstützen, denen Aufmerksamkeit und Liebe zusteht, die aber zu wenig davon erhalten“, sagte Löffler, der zudem der Politik mitgab: „Ohne in die Kinder- und Jugendhilfe deutlich zu investieren, kann das Ziel der besten Chancen für Kinder meines Erachtens nicht erreicht werden, und ohne Reform des Bildungssystems wohl auch nicht.“

Auch der Schriftsteller Arno Geiger sparte nicht mit der Kritik in seiner Festansprache und prangerte die Bildungsnachteile an. Es erstaune ihn, dass in Vorarlberg staatliche Brennpunktschulen gebe, die quasi umzingelt wären von Privatschulen. „Der Staat benachteiligt seine eigenen Schulen“, so Geiger. Dabei sollte wenigstens im öffentlichen Raum Fairness und Gleichberechtigung angestrebt werden. „Trotzdem lassen wir es leichtfertig zu, dass sich Blasen bilden“, so Geiger weiter. Auch Landeshauptmann Markus Wallner erklärte, dass mit Blick auf die Pandemie man umso mehr angehalten sei, das Augenmerk auf die Bedürfnisse und Wünsche der jungen Generation zu richten.

APA/ Red.

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