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Hongkonger Medien gelten als unglaubwürdig

Dreijährige Umfrage der Chinese University of Hongkong zeigt einen allgemeinen Rückgang
© Unsplash

In Hongkong glauben die Bewohner den staatlich finanzierten Medien so wenig wie zuvor

Die Lauterkeit der Medien hat in den letzten Jahren weltweit stark gelitten. Laut einer Umfrage der Chinese University of Hongkong ist die Glaubwürdigkeit der Medien in der Sonderverwaltungszone auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten gefallen. Die Studie zeigt, dass die Gesamtpunktzahl der Medien der Stadt bei 5,44 liegt – ein Rückgang um 0,27 Punkte gegenüber 2019. Seit 2009, als die Umfrage eine Punktezahl von 6,84 erreichte, geht es kontinuierlich bergab.

Böses Erwachen für staatlich finanzierte Sender

Für die Studie wurden zwischen Juni und Juli 994 Personen befragt und gebeten, die Glaubwürdigkeit verschiedener Medien mit Punkten von eins bis zehn zu bewerten – wobei zehn die glaubwürdigste ist. Dazu gab es vier Kategorien: elektronische Medien, bezahlte Zeitungen, kostenlose Zeitungen und Online-Medien.

Es zeigte sich, dass das staatlich finanzierte „RTHK“, einer von sechs Sendern in Hongkong, den größten Rückgang zu bei der Glaubwürdigkeit zu verzeichnen hat. Er rutschte von 6,72 im Jahr 2019 auf 5.68 in diesem Jahr ab. Das bedeutete Platz fünf, nach dem zweiten Platz bei der Umfrage 2019. „Now/Viu TV“ belegte mit 6,29 Punkten den ersten Platz in der Kategorie, ein Rückgang um 0,47 Punkte. „TVB“ belegte weiter den letzten Platz in der Division, aber seine Punktzahl stieg seit 2019 von 4,45 auf 5,01.

„Economic Times“ führend

Die meisten Zeitungen der Sonderverwaltungszone, sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose, verzeichnen seit 2019 einen Anstieg der Glaubwürdigkeit. Ihre Punktzahlen reichen von 4,78 bis 5,97. „Hong Kong Economic Times“ und „Sing Tao Daily“ legen am deutlichsten zu. Die „South China Morning Post“ belegt mit 5,95 Punkten den ersten Platz in der Kategorie der bezahlten Zeitungen, während „The Standard“ mit 5,97 Punkten bei den kostenlosen Zeitungen führt. Online-Medien wie „Hong Kong Free Press“ , „InMedia“ und „Initium“ haben zwischen 4,64 und 5,58 Punkten erhalten.

 

PA/ Red.

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