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Hoher Werbeetat der Regierung: Corona-Krise Grund

Bundesbeschaffung GmbH begründet suche nach Kreativagentur mit Corona-Krise.
© Pixabay

Mit einer am 9. November veröffentlichten Ausschreibung sucht die Regierung eine Werbe-Agentur, die ihre Politik bis zur nächsten Wahl 2024 ins rechte Licht rücken soll. Wie daraus hervorgeht, sollen in den kommenden vier Jahren bis zu 30 Mio. Euro für „Kreativagenturleistungen“ fließen. Wie die Bundesbeschaffung GmbH dem „Standard“ bestätigt, ist es der erste derartige Werbeetat einer Regierung. Die Opposition reagierte empört und spricht von Selbstbeweihräucherung.
Parallel zum Engagement einer Werbeagentur plant die Regierung offenbar zudem eine Aufstockung ihrer Inserate. In einer ebenfalls laufenden Ausschreibung wird eine Schaltagentur gesucht, die Aufträge im Wert von bis zu 180 Mio. Euro (exklusive Umsatzsteuer) abwickeln soll. Bis 2024 wären das jährlich 45 Mio. Euro, was auf eine Verdoppelung der Regierungsinserate hinauslaufen würde. Bis wann das Geld verbraucht werden könnte, geht aus der Ausschreibung aber nicht hervor.

„Die Notwendigkeit für diese Ausschreibung hat sich primär aus Erfahrungen im Zusammenhang mit der Corona Pandemie ergeben“, hieß es in einem Statement zur APA. Denn die Regierung habe keine geeignete Agentur unter Vertrag gehabt, daher sei es in der ersten Phase nicht möglich gewesen, eine Agentur für eine Informationskampagne zur Pandemie zu beauftragen. „Daher gab es bis jetzt die Vereinbarung mit dem Roten Kreuz, deren eigene Agenturleistungen der ‚Schau auf mich, schau auf dich‘-Aktion der Regierung zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Stellungnahme der Bundesbeschaffung GmbH (BBG).

Für das kommende Jahr, „das unter anderem im Zeichen einer Sars-Cov-2-Impfung und umfassenden Konjunkturbelebung in der Wirtschaftskrise stehen wird“, sei „in Aussicht genommen, dass die Regierung Agenturleistungen eigenständig beauftragen kann“, so die BBG. Mit der nun erfolgten Ausschreibung soll dies vergaberechts- und wettbewerbskonform sichergestellt werden. Das ausgeschriebene Volumen von 30 Mio. Euro sei „vorsorglich“ gewählt. Es stelle die „maximale Obergrenze“ für alle Ministerien und über die gesamte Legislaturperiode dar. Dieser Rahmen würde „wohl nur im Fall einer weiteren großen Krise“ ausgeschöpft werden, so die BBG.

 

APA/Red

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