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„Große Verantwortung“ für Universum-Redaktion

Chef Lercher will Naturschutzaspekte stärker in den Fokus rücken.
© ORF

Gernot Lercher

Am 1. Juli tritt Gernot Lercher die Nachfolge von Andrew Solomon als Leiter der ORF-Dokureihe „Universum“ an (ExtraDienst berichtete). Der gebürtige Grazer, der seine Karriere im Landesstudio Steiermark begonnen und seit 2012 auch etliche „Universum“-Filme realisiert hat, will den Naturschutzaspekt vermehrt in den Mittelpunkt rücken. „Diese große Verantwortung wollen wir in der Redaktion künftig noch stärker wahrnehmen.“

Möglich werden soll dies etwa durch eine Verbreiterung des Angebots, wird Lercher in einer Aussendung zitiert. „‚Universum‘ wird künftig mehr als nur eine Fernsehsendung sein, es wird künftig auch im Radio und auf unseren Online-Plattformen verstärkt zu erleben sein.“ In all diesen Bereichen wolle man „relevante Natur-, Wissenschafts- und Umweltthemen vermitteln“.

Dafür wird auch das Team um die bisherigen Mitarbeiterinnen Birgit Skulski und Veronika Hotowy verstärkt, zu denen der Dokumentarfilmer Marc Kosak und die Wissenschaftsjournalistin Bibiane Zeller-Presenhuber stoßen. Auch präsentiert sich die ORF-Dokumarke ab 7. Juli in einem neuen Design. Beibehalten will man die Mischung aus Eigenproduktionen sowie Koproduktionen, mit denen man schon bisher vielfach punkten konnte und etliche Ankäufe von internationalen Sendern verzeichnete.

Natur- und Umweltthemen im Fokus

Natur- und Umweltthemen würden nicht zuletzt aufgrund der „globalen ökologischen Brisanz im kommenden Jahrzehnt“ massiv an Bedeutung gewinnen, so Lercher. „Bei ‚Universum‘ wollen wir diesem Umstand künftig noch stärker Rechnung tragen. Das bedeutet, dass wir natürlich die großen Stärken unserer Dokumentationen wie z. B. die bildgewaltige Darstellung faszinierender Natur- und Tierwelten bewahren, aber dass wir die Kamera auch dorthin richten, wo die Natur buchstäblich an ihre menschlichen Grenzen stößt und Gefahr läuft, nachhaltig Schaden zu nehmen.“

Ein Eckpunkt dabei werde auch Green Producing, also die nachhaltige Produktion der Dokumentationen sein. Diesen Weg müsse man konsequent gehen, betonte Lercher. „Da müssen wir Vorbild sein.“ Der neue Sendungschef sieht sich jedenfalls auch als „Brückenkopf zwischen Redaktion, Produzentinnen und Produzenten, Regisseurinnen und Regisseuren sowie Autorinnen und Autoren, der alle entscheidenden Kräfte zu einem großen Team verbindet“.

Seinen Einstand begeht Lercher mit einer Sommerserie, die am 7. Juli startet: „Im Sommer die Welt entdecken“ bietet jeweils in Doppelfolgen eine Ausgabe des BBC-Formats „Planet Earth“ sowie „Universum“-Dokus, die an die schönsten Orte Österreichs und Europas führen sollen.

 

APA/Red

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