Am Wochenende fanden die als „Spaziergänge“ titulierten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen in Wien statt. Journalisten waren dabei nicht unbedingt gern gesehen. Sie wurden teilweise nicht nur beschimpft und als „bezahlte Lügenpresse“ bezeichnet, sie sollen auch bespuckt, eingekesselt, die Kamera entrissen und auf den Boden geschlagen worden sein.
„Freie Meinungsäußerung ist ein hohes, schützenswertes Gut“, so Eike-Clemens Kullmann, Bundesvorsteher der Journalistengewerkschaft in der GPA. „Es kann aber nicht sein, dass Journalistinnen und Journalisten in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit behindert und gar bedroht und attackiert werden.“
Die Journalistengewerkschaft fordert nun laut Aussendung, dass die Polizei Journalisten verstärkt schützt. Denn die Ausübung beruflicher Tätigkeit sollte ohne Gefährdung gesichert sein.
Erst vor kurzem verkündete Innenminister Nehammer, dass mit den „Medienkontaktbeamten“ eine Anlaufstelle für Journalisten geben solle, die sich bedroht oder angeriffen fühlen (ExtraDienst berichtete).
PA/Red.