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„Gewissenlose Quotenjagd“ bei Sat. 1

Nach schweren Vorwürfen wird die Sat.1-Reihe „Plötzlich arm, plötzlich reich" abgesetzt.

In einem öffentlichen Statement auf Instagram schildert Matthias Distel die Vorfälle.

Nach dem Wirbel um die Sat.1-Reihe „Plötzlich arm, plötzlich reich“ habe der Sender das Realityformat jetzt abgesetzt. Die Sendung sei mit „sofortiger Wirkung“ beendet, wurde auf Twitter mitgeteilt – und man räumte ein, dass bei einer Folge der Reihe „Fehler passiert“ seien.
In der besagten Episode hätte der Kandidat Matthias Distel, bekannt als Schlagersänger Ikke Hüftgold, mit einer Mutter und ihren Kindern Wohnung und Alltag tauschen sollen. Distel hatte die Dreharbeiten jedoch abgebrochen und den Machern der Sendung öffentlich „gewissenlose Quotenjagd“ vorgeworfen. „Das Kindeswohl von zwei schwer traumatisierten Kindern wurde von den verantwortlichen Medienanstalten mit Füßen getreten“, so Distel. Er hatte unter anderem die Frage in den Raum gestellt, „ob man Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren, die offensichtlich psychische Probleme haben, rechtlich und moralisch gesehen in ein Fernsehformat ziehen kann, bei dem 8 Tage am Stück bis zu 10 Stunden gearbeitet werden sollte“.
Sat.1 kommentierte den Fall fogendermaßen: „Die Aufarbeitung des letzten Drehs von ‚Plötzlich arm, plötzlich reich‘ läuft noch. Es steht aber außer Frage, dass hier Fehler passiert sind, für die wir die Öffentlichkeit und die Familie um Entschuldigung bitten.“ Doch damit sei es nicht getan. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Sendung nicht mehr zu dem Sat.1 passt, das wir gemeinsam mit und für unsere Zuschauer (…) weiterentwickeln wollen. Deshalb wird es keine neuen Folgen geben. Deshalb werden wir gedrehte Folgen nicht zeigen.“
 

APA/Red.

 
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