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Generation Z: Influencer wecken Kaufverhalten

Hälfte der jungen Österreicher kauft Produkte, die von „Online-Promis“ beworben werden.
© Pixabay

Der Handelsverband hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake Research im Juni eine Online-Umfrage unter 505 Vertretern der sogenannten Generation Z durchführt. Das Ergebnis: Die jungen Käufer im Alter von 15 bis 22 Jahren sprechen vor allem auf das Internet an. „Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits zumindest einmal ein Produkt gekauft, weil es von einem Online-Promi beworben wurden“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Immerhin acht Prozent hätten schon einmal direkt auf der Website eines Influencers eingekauft.

Shopping-Center stehen hoch im Kurs

Außerdem gehen Jugendliche beim Shoppen gern in Einkaufszentren (26 Prozent), oder eben ins Internet: 22 Prozent holen sich ihre Produkte per Desktop bzw. Notebook im Webshop. Mit Abstand dahinter folgen Einkaufsstraßen (13 Prozent) und Einkäufe im Internet, die via Smartphone getätigt werden (12 Prozent). 11 Prozent kaufen am liebsten im Supermarkt oder beim Diskonter ein, sieben Prozent in Geschäften, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen, und neun Prozent „woanders“, so das Umfrageergebnis.

Vor dem Kauf informieren sich die meisten Jungen auf Internet-Suchmaschinen wie Google (68 Prozent), doch auch im persönlichen Gespräch mit der Familie, Freunden oder Bekannten (63 Prozent). Auf Informationen direkt im Geschäft bzw. beim Händler setzen 46 Prozent. Auf Auskünfte in Webshops wie etwa Zalando greifen 45 Prozent zurück. Auf Social Media wie beispielsweise Facebook 43 Prozent und direkt auf die Websites von Unternehmen 41 Prozent.

Junge Generation interessiert sich für Elektronik und Sneaker

Deutlich weniger oft konsultiert werden Vergleichsportale wie idealo (27 Prozent). Wenn sie dort shoppen, dann überwiegend Smartphones und Sneaker, aber auch Notebooks, Videospiele und Fernseher. Die Käufe erfolgen überwiegend abends, zwischen 20.00 und 21.00 Uhr. Knapp ein Drittel will zudem nicht lange auf die Ware warten und zahlt einen Aufpreis für eine schnelle Lieferung.

Zum Informieren über Produkte werden Online-Medien wie etwa derstandard.at (24 Prozent) fast gleich oft genutzt wie Vergleichsportale. Nur rund jeder Fünfte nutzt dafür klassische Medien wie TV (21 Prozent) oder Zeitungen und Magazine (20 Prozent). Auf Blogs oder in Internet-Foren tummeln sich diesbezüglich 18 Prozent. Hingegen finden das Radio (rund acht Prozent) und Sprachassistenten wie beispielsweise Amazon Alexa (5 Prozent) als Info-Quelle kaum Beachtung.

Die generell am häufigsten genutzten sozialen Medien bzw. Messenger-Dienste der Jungen sind WhatsApp (92 Prozent), Instagram (84 Prozent), YouTube (80 Prozent), Snapchat (69 Prozent) und Facebook (60 Prozent). Wenn sie ein von einem Influcener präsentiertes Produkt gekauft haben, dann weil dieser sie „überzeugt“ (82 Prozent) oder „inspiriert“ (76 Prozent) hat, weil sie der Empfehlung „vertrauen“ (71 Prozent), beim Kauf einen Rabatt erhalten haben (63 Prozent) oder weil sie sich dadurch als „Teil einer Community“ fühlen.

APA/Red

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