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Generalthema Freiheit und Sicherheit

Das Europäische Forum Alpbach 2019 will neue Perspektiven aufzeigen.
© Bogdan Baraghin

„Freiheit und Sicherheit“ lautet heuer das Generalthema des Europäischen Forums Alpbach. Die Wiederkehr des Liberalismus nach 1945 in West- und nach 1989 auch in Osteuropa machte viele glauben, dass liberale Demokratie und Marktwirtschaft künftig das einzig mögliche Gesellschaftsmodell sein würden – heißt es in der Ankündigung. Und auch, dass dieses Modell auf den Schwingen der Globalisierung die ganze Welt erobern würde. Doch dem sei nicht so.

Vielmehr gäbe es Tendenzen hin zum politischen Illiberalismus und wirtschaftlichen Protektionismus. „Wann und warum haben wir es aufgegeben, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden?“ – lautet denn eine topaktuelle Frage, der beim Forum Alpbach 2019 nachgegangen werden soll. Die Veranstaltung findet heuer vom 14. bis 30. August im Tiroler Bergdorf Alpbach statt. Jedes Jahr treffen sich mehr als 5000 Teilnehmer, 900 Referenten und 700 Studierende aus mehr als 100 Ländern dort, um Themen der Zeit zu diskutieren.

Das Forum Alpbach will auch Sir Karl Popper und dessen beständigem Plädoyer für die offene Gesellschaft Tribut zollen. War dieser doch ein regelmäßiger Gast des Forums nach den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts: dem Totalitarismus, der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg. Folglich widmet das Forum relevanten Themen aus philosophischer, politischer, sozio-ökonomischer, ökologischer und auch kultureller Perspektive in gleicher Weise Aufmerksamkeit.

Als Gastrednerin wäre heuer die ungarische Philosophin Ágnes Heller vorgesehen gewesen. Sie ist jedoch am vergangenen Freitag im Alter von 90 Jahren im Plattensee-Bad Balatonalmadi verstorben (extradienst berichtete).

 

PA/red

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