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Die Diskussionen über die Urheberrechtsreform halten an

 

iab austria zum EU-Leistungsschutzrecht

 

Als Interessensvertretung der österreichischen Digitalwirtschaft begrüßt das interactive advertising bureau austria die Einigung des Europaparlaments auf eine Reform des Urheberrechts. Die Einführung des Leistungsschutzrechts (LSR) sieht vor, dass Plattformen wie Google News künftig nicht mehr ohne Weiteres Überschriften oder Ausschnitte von redaktionellen Artikeln anzeigen dürfen. Dazu bräuchten sie eine Erlaubnis der Verlage und müssten gegebenenfalls dafür bezahlen.

 

Auf gemischte Gefühle stoßen dagegen die Uploadfilter. Der Vorschlag des verantwortlichen Berichterstatters Axel Voss (CDU) sieht jedoch vor, dass die Verantwortung und Haftung für Uploads bei den Plattformen liegt. Kritiker rechnen mit der Einführung von Uploadfiltern durch die Plattformen, um sich rechtlich abzusichern. Sie fürchten eine Zensur und Einschränkung der Meinungspluralität, weil Provider und Plattformen künftig entscheiden sollen, welche Inhalte die User sehen sollen. „Europäischen Publishern dürfen keine weiteren kosten- und aufwandsintensiven bürokratischen Hürden auferlegt werden. Sie sind insbesondere für kleinere Plattformen und Publisher existenzbedrohend und gefährden die publizistische Vielfalt. Wir fordern ein sensibles Vorgehen der Europäischen Union, das den digitalen Binnenmarkt fördert und europäische Anbieter im globalen Wettbewerb nicht behindert“, unterstreicht iab-austria-Vizepräsidentin Alexandra Vetrovsky-Brychta (Bisnode), die auch die Arbeitsgruppe Public Affairs leitet.

Bildcredit: pixabay