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Gelder für Falschinformationen

Ranking der Brand-Safety-Initiative Stop Funding Hate Now veröffentlicht
© Leisure

Thomas Koch, Stop-Funding-Hate-Now-Gründer, schlüsselt auf, welche Unternehmen in Österreich die meiste Werbung auf fragwürdigen Seiten schalten

Die Brand-Safety-Initiative analysiert monatlich programmatische Digitalkampagnen im Open-Business-Bereich, die durch mangelnde Überwachung und fehlende Kontrolle auf Portalen laufen, die Fake News verbreiten, Hasssprache, Rassismus oder Homophobie fördern beziehungsweise sowohl dem rechts- als auch dem linksextremistischen Bereich zuzuordnen sind. Im werbeintensiven November haben es wieder zahlreiche österreichische Unternehmen geschafft, die vorderen Plätze des Ranking von Stop Funding Hate Now zu belegen.

Die Ausspielung auf fragwürdigen Seiten finanziert dabei direkt die Macher und dessen gesellschaftspolitisch gefährliches Gedankengut. Mittels einer gewissenhaften Planung der Kampagnen wäre allerdings eine markenschädliche Präsenz auf zweifelhaften Seiten leicht zu vermeiden. Auch laufendes Monitoring wäre dabei hilfreich. Zudem zeigten sich einige Werbetreibende – wie etwa die Billig-Flug-Suchmaschine Checkfelix – seit Monaten vom Umstand unberührt, dass ihr Geld in die Kassen zwielichtiger Internetanbieter wandert.

223 Werbetreibende in Österreich

Im Rahmen dieser Untersuchung hat Stop Funding Hate Now bereits im letzten Jahr 223 werbetreibende Unternehmen aus Österreich identifiziert, deren Werbung durch vermeintlich günstige Kampagnen im programmatischen Open-Business-Sektor in einem bedenklichen Umfeld ausgespielt werden. „Wenn billig die oberste Prämisse in der Digitalwerbung ist, landen Kampagnen sehr schnell auf Seiten von Covid-19-Leugnern, im Umfeld von Verschwörungstheorien oder finanzieren die Lektüre von Extremistinnen und Extremisten jeder Art. Während die Debatte um die Impfpflicht das Land und die Gesellschaft spaltet, sollten es sich Marken nicht leisten, mit ihrer Werbung auf dubiosen Webseiten die Fronten weiter zu verhärten“, betonen die Stop-Funding-Hate-Now-Gründer Thomas Koch und Michael M. Maurantonio.

Branchensplit und Rangliste November 2021

Mit 24 Prozent ist der Finanzdienstleistungssektor auf Platz eins beim Branchensplit, bei dem die Stop Funding Hate Now Werbung auf fragwürdigen Seiten nach Branchen aufgliedert. Gefolgt von E-Commerce (13 Prozent), Telekommunikation (elf Prozent), Bekleidung (neun Prozent) und Tourismus (neun Prozent). Auch wird aufgeschlüsselt, welche Unternehmen in Österreich die meiste Werbung auf fragwürdigen Seiten schalten. Auf dem ersten Platz befindet sich Amazon, gefolgt von Checkfelix, Grüner Fisher Investments, A1 Telekom Austria, Bank Direkt- Eine Marke der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und der österreichischen Post AG.

Die Auswertung des Scores für Österreich von Stop Funding Hate Now erfolgt seit Anfang Juni 2021 durch Analysen der Hot AG Business Development. Die Veröffentlichung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Online-Vermarkterkreis.

PA/ Red.

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