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Gehört Twitter bald Elon Musk?

Musk will Twitter aufkaufen und eine Offenlegung der Algorithmen zur Förderung des Vertrauens anpeilen
©unsplash

Elon Musk veröffentlichte seine Pläne im Rahmen eines „TED“-Talks

Am gestrigen Donnerstag hatte der Tesla-Gründer und der aktuell reichste Mensch der Welt Elon Musk publik gemacht, dass er den Microblogging-Dienst Twitter aufkaufen möchte. Für 54,20 Dollar pro Aktie will er 100% des Unternehmens erwerben. Das wären insgesamt über 40 Milliarden Dollar. Sollte das gelingen – was er selbst bezweifelt -, würde er das Unternehmen wohl von der Börse nehmen.

Sollte der Plan aber tatsächlich aufgehen, hat er auch schon erste Änderungen, die er in Bezug auf die Social-Media-Plattform umsetzen würde. So soll unter anderem die Funktionsweise der Algorithmen, die dafür sorgen, was Nutzer auf Twitter sehen – und was nicht -, öffentlich einsehbar sein. Der Nutzen einer solchen Offenlegung wäre aus Sicht des Managers mehr Transparenz, die größeres Vertrauen in die Plattform schaffen würde.

Stadtplatz der Gegenwart

„Twitter ist zu einer Art De-facto-Stadtplatz geworden“, meint Musk im Rahmen seines TED-Auftritts in Vancouver. Es sei sehr wichtig, dass die Menschen sowohl die Realität als auch die Wahrnehmung hätten, dort innerhalb gesetzlicher Grenzen frei sprechen zu können. Daher sollte Twitter seine Algorithmen als Open Source veröffentlichen. Der zugrunde liegende Code solle auf GitHub verfügbar sein, damit User ihn selbst prüfen können. Ein solcher Schritt würde bislang ungekannte Transparenz dazu bedeuten, was die Algorithmen wirklich machen.

Jegliche Änderungen an Tweets – ob sie hervorgehoben oder abgeschwächt werden – sollte Musk zufolge klar erkennbar sein. „So kann jeder sehen, dass diese Maßnahmen ergriffen wurden, sodass es keine Art von Manipulation hinter den Kulissen gibt, weder algorithmisch noch manuell“, erklärt er. Was manuelle Eingriffe in Form von Moderation betrifft, spricht sich Musk übrigens für Zurückhaltung aus. Er würde bevorzugen, wenn grundsätzlich legale Äußerungen auch auf Twitter getätigt werden können. „Ich denke, dass wir nur sehr zurückhaltend sein wollen, Dinge zu löschen, und sehr vorsichtig mit dauerhaften Sperren“, so der Manager.

Pressetext/Red.

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