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Gefängnisstrafe für Omar Radi

Pegasus- Software möglicherweise im Spiel
© Unsplash

Omar Radi wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Omar Radi, ein marokkanischer Menschenrechtsaktivist und Journalist, wurde wegen des Vorwurfs der Spionage und der Vergewaltigung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Gericht in Casablanca verkündete das Urteil gegen den 34-Jährigen am Montag. Radi selbst sieht sich zu unrecht verurteilt und beteuert seine Unschuld. Er sei das Opfer politischer Verfolgung geworden aufgrund seiner kritischen Einstellung zur Regierung. 

Wenige Tage nach dem Bericht von Amnesty International, wonach Radis Handy mit der Hilfe der Software Pegasus des israelischen Unternehmens NSO gehackt wurde, wurde das Verfahren gegen den Journalisten wegen des Spionagevorwurfs im Juni vergangenen Jahres eröffnet. Die Verhaftung Radis hatte sowohl in Marokko als auch im Ausland für Proteste gesorgt. Unterstützer des Journalisten sprechen dabei von einem politisch motivierten Prozess.

Die Pegasus- Software steht aktuell im Mittelpunkt von Enthüllungen über die weltweite Ausspähung hunderter Journalisten, Aktivisten und Oppositionellen. Der Geheimdienst und die Polizeibehörden mehrer Länder sollen demnach die Spähsoftware missbraucht haben, um die Mobiltelefone der Betroffenen anzuzapfen. Es ist die Rede von zehntausend überwachten Handynummern.

APA/ Red.

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