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FS1 feiert 10-jähriges Jubiläum

Jubiläum mit multimedialer Kampagne und großer Senderparty im Juli
@ Pixabay

Geschäftsführer fordert Reform der Medienförderungen

Der nicht-kommerzielle Community-TV-Sender FS1 – „Freies Fernsehen Salzburg“ – hat anlässlich seines diesjährigen Zehn-Jahres-Jubiläum am Donnerstag Bilanz gezogen. Seit 2012 wurden 3.900 Stunden in Eigenproduktion hergestellt, 87.600 Stunden Fernsehen ausgestrahlt und 6.122 Personen ausgebildet. Geschäftsführer Alf Altendorf forderte am Donnerstag von Bund und Land eine „überfällige Reform“ der Medienförderungen. „Schon vor mehr als zehn Jahren wurde immer wieder die zumindest teilweise Verwendung der Landesmedienabgabe für Medienförderungen gefordert“, erklärte Altendorf anlässlich einer Pressekonferenz. Es könne nicht sein, dass hohe Anteile der GIS-Gebühren – im Jahr 2022 seien es rund 15 Millionen Euro – jährlich ins Landesbudget fließen würden, aber man dann kaum Mittel für Medienförderungen aufbringe. Der Beitrag des Landes Salzburg aus dieser Einnahme betrage aktuell 0,65 Prozent oder 96.500 Euro gemeinsam für Salzburgs Community Medien Radiofabrik und FS1. An die Bundesregierung appellierte Altendorf, die im Regierungsprogramm festgehaltene Erhöhung des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds (NKRF) „endlich in Angriff zu nehmen“. Die finanziellen Möglichkeiten von FS1 seien eng. In den beiden Unternehmen „BetriebsgesmbH“ und „InfrastrukturgesmbH“ würden insgesamt 650.000 Euro umgesetzt.

Rückblick

Fast genau vor zehn Jahren, am 16. Februar 2012, ging das Programm von FS1 erstmals im Netz der Salzburg AG auf Sendung. Zunächst wurden Vorproduktionen vor allem der Salzburger Kulturszene mit einem Sendeserver aus dem Keller des Kunstquartiers in der Bergstraße in der Stadt Salzburg ausgestrahlt. Das Studio wurde dort erst im Juni 2012 eröffnet. Zuvor wurde zwei Jahre lang am Aufbau eines Netzwerks an Kooperationspartnerschaften gearbeitet. Durch ein intensives Lobbying bei Stadt und Land Salzburg habe man die nötige Kofinanzierung für die 90 Prozent Bundesmittel – nationale Rundfunkgebühren des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds – stellen können. „Besonders das Land Salzburg – damals noch mit SPÖ-Kulturressort unter David Brenner – stellte sich als Hürde dar, und versuchte den Sender zu blockieren“, hieß es heute in einer Aussendung von FS1.

Das Projekt habe aber nicht verhindert werden können. Zu hoch sei der Anteil der Bundesgelder gewesen, so dass nur geringe Zuschüsse von Stadt und Land erforderlich gewesen seien. Auch sei die Unterstützung von Salzburgs Zivilgesellschaft groß gewesen. Und das professionell aufgezogene, stabile Unternehmen sei Garant dafür, dass trotz demokratischer Elemente für die Sendungsmacherinnen und Sendungsmacher erfolgreich gewirtschaftet werde. Besonders die letzten beiden Jahre seien für FS1 „extrem erfolgreich“ gewesen. „Pandemiebedingt hat sich der Sender als DER Partner für digitale Umsetzung für Salzburgs Freie Kulturszene etabliert“, erklärte Programm-Geschäftsführer Markus Weisheitinger-Herrmann. Er kündigte weitere Initiativen in diese Richtung an, wie die derzeit laufende Evaluierung einer eigenen Onlineplattform für Kultur.

Feierlaune

Begleitet wird das FS1-Jubiläumsjahr von einer multimedialen – Online, Radio und TV – Kampagne mit dem Claim „FERN10“. Abgeschlossen wird das Jubiläum mit einer großen öffentlichen Senderparty in der ARGEkultur am Samstag, 2. Juli. Community-TV ist werbefreies, unabhängiges Fernsehen mit Lokalbezug und stellt neben dem öffentlich-rechtlichen und dem privat-kommerziellen Rundfunk eine dritte Säule in der Fernsehlandschaft dar. Mit niederschwelligem Zugang soll es allen Bevölkerungsgruppen leicht möglich sein, selbstständig Fernsehen zu machen. APA/RED.

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