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Friedensnobelpreis für gesamte journalistische Gemeinschaft

Journalismus ist in Zeiten von Fake News in Gefahr
© Pixabay

Maria Ressa und Dmitri Muratow sind die diesjährigen Friedensnobelpreis-Gewinner

Die diesjährigen Friedensnobelpreisträger Maria Ressa und Dmitri Muratow sehen den Journalismus in Zeiten von Fake News, Desinformationen und der Verfolgung von Reportern in Gefahr. „Mir ist vollkommen bewusst, dass dieser Preis für die gesamte journalistische Gemeinschaft ist. Wir gehen durch schwere Zeiten“, sagte der Russe Muratow am Donnerstag auf einer Nobel-Pressekonferenz in Oslo.

So würden manche Behörden und Regierungen in Lügen investieren, nicht in vertrauenswürdigen Journalismus, heißt es. „Der Journalismus hat der Gesellschaft geholfen, aber jetzt muss die Gesellschaft den Journalisten helfen.“

Für viele Journalisten ist es mancherorts schwierig auf der Welt. Ressa selbst liefert das Paradebeispiel: So hätten vier Gerichte die Zustimmung geben müssen, damit sie überhaupt nach Oslo kommen konnte. Erst in dieser Woche sei ein früherer Kollege von ihr auf den Philippinen mit einem Schuss in den Kopf getötet worden. Es würde die Aufmerksamkeit durch den Nobelpreis daher nicht nur Journalistinnen und Journalisten in ihrer Heimat helfen, sondern überall auf der Welt. „Das Licht ist in vielerlei Hinsicht ein Schutzschild.“

Die beiden Friedensnobelpreisträger erhielten die Auszeichnung in diesem Jahr für ihre Bemühungen um die Wahrung der Meinungsfreiheit. Ressa ist Chefredakteurin des Online-Nachrichtenportals Rappler. Sie gilt als scharfe Kritikerin von Präsident Rodrigo Duterte. Dmitri Muratow ist Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“. Somit präsentieren die beiden alle Journalisten, die täglich dafür kämpften, die Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen, so die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Berit Reiss-Andersen.  „Das ist kein Friedenspreis für den Journalismus als solchen, sondern ein Preis, der die Bedeutung von Informationen in unserer heutigen Gesellschaft unterstreicht“, sagte sie auf der Pressekonferenz. „Wir haben so viele Informationen. Aber eine gesunde Gesellschaft und Demokratie ist auf glaubwürdige Informationen angewiesen.“

APA/ Red.

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