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Frauen tweeten eher persönliche Daten

Auch geringer Bildungsgrad macht unvorsichtig
© Pixabay

Frauen und Personen, die nie eine Hochschule besucht haben, neigen eher zum Posten persönlicher Daten. Das zeigt eine Studie unter Leitung des College of Information Sciences and Technology (IST) der Pennsylvania State University. Insgesamt teilen Nutzer allerdings weniger, als sie denken. Ob User Features zum Schutz ihres Accounts wie Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, scheint indes nicht von ihrem Hintergrund abzuhängen.

Große Überraschungen

Der Studie zufolge konnte man keine starke Korrelation zwischen der deklarierten Einstellung zu Online-Privatsphäre und dem tatsächlichen Verhalten finden. Das ist eines der überraschenden Ergebnisse der Studie. Für die Untersuchung wurden 110 Twitter-User nicht nur befragt, sondern deren tatsächliches Verhalten auf der Plattform auch einen Monat lang verfolgt.  Ziel war es, ein klareres Bild zu gewinnen, wie sozioökonomische und demografische Faktoren Risiken für die Privatsphäre beeinflussen.

Das Forschungsteam erwartete, dass ein niedriger sozioökonomischer Status beeinflusst, wie gut User mit Funktionen zum Schutz der Privatsphäre klarkommen und diese auch nutzen. Doch eben das scheint in der Praxis nicht der Fall. Ebenfalls überraschend ist der Fakt, dass Twitter-User sich in Sachen persönliche Daten für unvorsichtiger halten, als sie eigentlich sind. „Wir haben festgestellt, dass die Leute weniger teilen, als sie glauben, dass sie teilen“, erklärt der IST-Professor Shomir Wilson. Das könnte allerdings damit zusammenhängen, dass User nicht wirklich gut einschätzen können, was sie im Laufe eines Monats alles teilen. Diesen Vorgang sehen die Forscher als problematisch.

Features als Gedächtnisstütze

Wenn Nutzer nämlich allzu viele kleine, auf den ersten Blick harmlose Details über sich verraten, können diese Daten potenziell für Zwecke von Marketing bis hin zu Überwachung genutzt werden. Daher wäre es sinnvoll, wenn soziale Netzwerke Features umsetzen würden, die es Nutzern ermöglichen zu wissen was sie in den sozialen Netzwerken eigentlich tun. „Die Leute an ihr Teilverhalten zu erinnern, könnte eine gute Lösung sein, um ihnen zu helfen, den Überblick darüber zu behalten, welche Art von Daten sie öffentlich teilen“, meint IST-Doktorandin Jooyoung Lee.

Pressetext/red

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