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Forderung nach Mehrwertsteuer-Senkung auf Zeitungen

Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) unterstützt Anliegen
© Pixabay

Die deutsche Verlegerin Julia Becker von der Funke Mediengruppe forderte am Montag in ihrer Keynote bei der Eröffnung des European Publishing Congress 2022 in Wien eine Mehrwertsteuer-Senkung für Zeitungen. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) unterstützt diesen Vorschlag. „Dabei handelt es sich um eine Forderung, die wir als Interessenvertretung der heimischen Zeitungen und Zeitschriften bereits seit vielen Jahren stellen“, so Markus Mair, VÖZ-Präsident. „Hier lohnt ein Blick über den österreichischen Tellerrand.“

In vielen europäischen Ländern liegt der Mehrwertsteuersatz für Printprodukte bereits deutlich unter zehn Prozent. In Ländern wie Großbritannien oder in Skandinavien entfällt diese Abgabe sogar ganz, wie der VÖZ-Präsident erläutert.

„Bereits im zweiten Halbjahr 2020 wurde in Österreich die Mehrwertsteuer auf Zeitungen und Magazine im Zuge der Corona-Entlastungsmaßnahmen auf fünf Prozent gesenkt“, erinnert Mair. „Das war ein wesentlicher Konjunkturimpuls und ein richtiger Schritt zur Stärkung redaktioneller Medien. Bedauerlicherweise war diese Maßnahme lediglich zeitlich befristet.“

Weiter führt er aus, dass insbesondere vor dem Hintergrund der Erfordernisse der digitalen Transformation, eine dauerhafte Senkung des Mehrwertsteuersatzes ein probates Mittel zur Medienförderung sei. „Vonseiten des VÖZ werden wir uns auch in Hinblick auf die aktuell in der Bundesregierung verhandelte Neuausrichtung der Presseförderung für diese wirksame Maßnahme einsetzen.“

 

PA/ Red.

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