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Fehlende Blockbuster-Filme schaden Kinos

Die Situation der Branche spitzt sich weiter zu, es sind dringend Unterstützungsmaßnahmen notwendig, um ein Überleben der Kinos zu sichern.
© Pixabay

Es ist nun wichtig, rasch zu handeln, um den Kinos als wichtige Kultur – und Unterhaltungsnahversorger das Überleben zu sichern

Die durch die Corona-Krise schwer in Mitleidenschaft gezogene österreichische Filmwirtschaft muss einen weiteren Schlag verkraften. Der ursprünglich für November geplante Start des neuen James-Bond-Films wurde neuerlich verschoben – voraussichtlich auf das Frühjahr 2021. „Dieser Blockbuster wurde nach langen, zähen Monaten nicht nur vom Publikum heiß ersehnt, sondern stellte auch für die Kinowirtschaft einen Hoffnungsschimmer dar. Mit der Verschiebung setzt sich ein unheilvoller Trend fort – ein neuerlicher herber Rückschlag für die ohnehin schwer durch die Krise getroffenen österreichischen Kinos. Denn für eine gewinnbringende Auslastung sind internationale Blockbuster unverzichtbar“, skizziert Christian Dörfler, Kinosprecher in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die dramatische Situation der Branche.

Schon vor der Verschiebung von „James Bond“ wurden bereits die Starts von „Wonder Woman 1984“, „Top Gun – Maverick“ und „Black Widow“ verschoben. „Auch wenn es derzeit durchaus Kinostarts interessanter Filmen gibt, fehlt es an zugkräftigen internationalen Blockbustern. Die heimischen Kinos befinden sich in der Zwickmühle zwischen der Entscheidung offen zu halten und den Kunden Kinovergnügen zu bieten oder temporär zu schließen und damit Kosten zu sparen“, erklärt Dörfler.

Rasch Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen

Auch international spitzt sich die Situation zu. So kündigte Anfang der Woche die weltweit zweitgrößte Kinokette „Cineworld“ an, die meisten ihrer Standorte vorübergehend zu schließen, zehntausende Arbeitsplätze in Großbritannien und den USA sind betroffen. „Damit wir das in Österreich unbedingt vermeiden, braucht es jetzt dringend akute Hilfsmaßnahmen. Denn die Branche leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von insgesamt mehr als 4.500 selbstständigen und unselbstständigen Arbeitsplätzen in und außerhalb des Kinobereichs“, so der WKÖ-Kinosprecher.

Annähernd 90 Prozent beträgt der Umsatz- und Besucherrückgang der heimischen Kinos im Vergleich zum Vorjahr, unterstreicht Dörfer die prekäre Situation der Betriebe und appelliert: „Entsprechende Vorschläge der Branche liegen am Tisch. Auch der Fixkostenzuschuss spielt hier eine wichtige Rolle. Es ist wichtig, rasch zu handeln, um den Kinos als wichtige Kultur – und Unterhaltungsnahversorger in den Städten wie auch in den ländlichen Regionen das Überleben zu sichern.“

Optimale Sicherheit in den Kinos

Um die Sicherheit in den österreichischen Kinos für Kunden wie auch Mitarbeitern zu gewährleisten, wurde seitens der Kinobetreiber verstärkt in die Entwicklung von geeigneten Corona-Konzepten und Schutzmaßnahmen investiert. Dörfler abschließend: „Wir wissen zudem aus internationalen Studien, dass die Ansteckungsgefahr in Kinosälen im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten gering ist, vor allem, wenn der nötige Abstand gewährleistet ist.“

 

APA/red

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