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Fake News gehen von Konservativen aus

Studie zeigt gewissenlose Falschinfo-Fanatiker geht es ums blanke Chaos
© Unsplash

Die Verbreitung von Fake News stellt global ein großes Problem dar

Eine Studie der Duke University Fuqua School of Business zeigt, dass vor allem konservative User Falschinformationen in sozialen Medien verbreiten. Ausschlagend dafür sei ihre Persönlichkeit, genauer gesagt ihr Mangel an Gewissenhaftigkeit. So geht es laut den Ergebnissen der Studie gar nicht darum, die Ideen hinter einer Falschinformation zu unterstützen, sondern wirklich nur um das reine Chaos.

Auch andere Studien haben bereits gezeigt, dass vor allem Konservative eher Fake News teilen. „Die politische Polarisierung ist derzeit sehr hoch, also stellen die existierenden Arbeiten eine problematische Generalisierung dar“, betont aber Studien-Erstautor Hemant Kakkar. Dennoch würde es die Polarisierung nur verstärken, würden alle Konservativen in einen Topf geworfen. Das Forschungsteam ging daher der Frage nach, welche Art Mensch es ist, die gerne Falschinformationen verbreitet. So soll vor allem Gewissenhaftigkeit eines der großen fünf Persönlichkeitsmerkmale sein, die offenbar eine Schlüsselrolle spielt. Das bedeutet, dass Konservative, denen es an Gewissenhaftigkeit fehlt, viel eher dazu neigen Falschinformationen zu verbreiten. Dies soll unabhängig davon sein, wie viel Zeit sie in sozialen Medien verbringen oder ob sie wirklich hinter den Fake News stehen. „Wir haben schockiert festgestellt, dass das nicht einmal etwas mit Misstrauen gegenüber Mainstream-Medien zu tun hat“, sagt Kakkar. „Es hatte eher mit ihrer Unzufriedenheit mit den aktuellen politischen und sozialen Institutionen zu tun und dem Wunsch, diese zugunsten der Anarchie zusammenbrechen zu lassen.“

Auch sollen die Versuche der sozialen Medien, die Flut von Falschinformationen mit Warnungen vor dem Weiterteilen einzudämmen, in solchen Fällen nicht helfen. Dafür scheint das Bedürfnis der Falschinfo-Fanatiker mittels Fake News ein System zu zerstören, einfach zu stark. „Eine entscheidende Frage für die Zukunft ist also, ob es irgend etwas gibt, das solches Verhalten reduzieren kann, vielleicht indem es den Wunsch solcher Individuen nach Chaos anspricht“, meint daher Kakkar.

PA/ Red.

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