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Fairer Handel legt im Krisenjahr zu

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: nicht trotz, sondern wegen der Krise haben die Österreicherinnen und Österreicher noch stärker auf das FAIRTRADE-Siegel geachtet.
© Fairtrade Österreich, Bubna-Litic

Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich

Mit einem geschätzten Gesamtumsatz von 390 Millionen Euro mit FAIRTRADE-Produkten gab es ein Wachstum von 11 Prozent. Von diesem Mehr im heimischen Handel profitieren Kleinbauernfamilien und Beschäftigte in Asien, Afrika und Lateinamerika stark. Sie erhielten im Vorjahr geschätzte Direkteinnahmen von 63,2 Millionen US-Dollar. Beachtlich dabei: gleich bei fünf der wichtigsten FAIRTRADE-Rohstoffe gab es im Vorjahr ein Wachstum im zweistelligen Bereich, was den Absatz betrifft. Diese sehr positive Entwicklung betrifft insbesondere Kakao mit 54 und Reis mit 68 Prozent. Aber auch Rosen (Plus 28 Prozent), Baumwolle (Plus 23 Prozent) und Rohkaffee (Plus 10,5 Prozent) legten deutlich zu. FAIRTRADE-Bananen, die in Österreich bereits einen Marktanteil von mehr als 25 Prozent haben, konnten ebenfalls ein stabiles Wachstum mit zusätzlichen 4 Prozent verbuchen, bei Rohrzucker waren es 3 Prozent.

FAIRTRADE 檚terreich Lemma 3 scaled 2. Dezember 2021
© Fairtrade Österreich, Lemma

„Diese durchwegs positiven Zahlen stimmen für die kommenden Jahre zuversichtlich und sind kein Zufall“, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich. „Denn eine von uns im Vorjahr in Auftrag gegebene Studie vom Österreichischen Gallup Institut zeigt: Bereits 93 Prozent der Menschen hierzulande kennen das FAIRTRADE-Siegel und drei von vier Österreicherinnen und Österreicher halten fair gehandelte Produkte für wichtig.“ Der Trend zur Nachhaltigkeit bringt immer mehr Partnerunternehmen und Auswahl in die Regale – zuletzt waren es bereits mehr als 2.100 Produkte. Insgesamt ist Österreich nach wie vor unter den Top 5 FAIRTRADE-Nationen weltweit, was den Pro-Kopf-Konsum von fair gehandelten Produkten angeht.

20. 5. 2021 / gab
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