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Facebook soll für den Cambridge Analytica-Skandal in die Tasche greifen

 

Britische Datenschutzbehörde verhängt Strafe

 

Im Zuge der Aufarbeitung des Datenskandals um Facebook und die Datenanalysefirma Cambridge Analytica hat die britische Datenschutzaufsicht nun eine Maximalstrafe für Verstöße gegen den Data Protection Act 1998 verhängt. Das soziale Netzwerk soll 500.000 Britische Pfund (rund 560.000 Euro) zahlen, kann die Entscheidung aber noch anfechten. Wie die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham mitteilte, ist die Entscheidung Teil eines Zwischenberichts ihrer Behörde, der nun veröffentlicht wurde, damit er die Parlamentarier noch vor der Sommerpause erreicht.

 

Facebook hat demnach gegen das Gesetz verstoßen, weil persönliche Daten der Nutzer nicht ausreichend geschützt wurden und Facebook bezüglich der Datensammelaktivitäten nicht transparent war. Das soziale Netzwerk war im Frühjahr in den Fokus der Untersuchung gerückt. Dabei geht es um die Enthüllung, dass der Cambridge-Professor Aleksandr Kogan Daten von bis zu 87 Millionen Mitgliedern widerrechtlich an Cambridge Analytica weitergegeben hatte. Auf diese Daten sei aus verschiedenen anderen Staaten zugegriffen worden, auch aus Russland.

 

Da der Fall schon einige Jahre zurückliegt, greift hier die erst im Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung nicht. Diese wäre Facebook doch schmerzhafter gewesen, als die für ein Milliardenunternehmen kaum spürbare Strafe. Die DSGVO sieht vier Prozent des Jahresumsatzes als Maximalstrafe vor. Das wären im Falle des Social Media-Riesen rund 1,6 Milliarden Euro, wie der Standard berichtet.

Bildcredit: pixabay