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Facebook-Mitarbeiter gegen Palästinenser-Zensur

200 Angestellte fordern in einem internen Schreiben zur Überarbeitung der Kontrollsysteme auf
© Pixabay

Der Facebook-Algorithmus löschte fälschlicherweise einige Beiträge

Facebook-Mitarbeiter beklagen, wie im Gaza-Konflikt mit pro-palästinensischen Inhalten umgegangen wird. Ihrer Ansicht nach entscheiden sowohl menschliche als auch automatische Content-Kontrollsysteme der Plattform zu einseitig zugunsten Israels. Pro-palästinensische Meldungen würden oft zensiert oder gelöscht werden. Deswegen wandte man sich jetzt mit einem internen Brief an die Unternehmensführung.

Meinungsfreiheit nicht gegeben

„Wie Mitarbeiter, die Presse und Mitglieder des Kongresses bereits aufgezeigt haben und sich auch an sinkenden Bewertungen im App Store ablesen lässt, glauben viele User und ein großer Teil unserer breiteren Community, dass wir unserem Versprechen nicht gerecht werden, für eine freie Meinungsäußerung einzutreten, was die ganze Situation in Palästina betrifft“, heißt es in dem internen Schreiben. Um das Ungleichgewicht im Zusammenhang mit Meldungen zum Gaza-Konflikt auszugleichen, müssten vor allem die menschlichen und automatischen Kontrollsysteme des Online-Portals überarbeitet und verbessert werden. Die Mitarbeiter schlagen diesbezüglich vor neben internen auch externe Experten in die Prüfung betreffender Inhalte einzubinden.

Algorithmus löschte Beiträge

Während der jüngsten Auseinandersetzungen am Gaza-Streifen hat der Facebook-Algorithmus bestimmte Beiträge erfasst und gekennzeichnet. Beiträge mit den Worten „Widerstand“ oder „Märtyrer“ hätten als Aufruf zur Gewalt verstanden werden können. Diese Posts wurden sehr oft von palästinensischen Usern veröffentlicht. Gleichzeitig wurden aber etwa auch Beiträge einfach deshalb gelöscht, weil in ihnen die al-Aqsa-Moschee erwähnt worden war. Sie gilt als drittwichtigste heilige Stätte des Islam. Vom Algorithmus wurde sie fälschlicherweise als „Terrororganisation“ interpretiert.

Pressetext/red

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