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Facebook am Prüfstand

Gremium überprüft Vorwurf von Promi-Sonderbehandlungen
© Pixabay

Plattform-Nutzer mit Promi-Status faktisch von Inhalts-Regelung ausgenommen

Laut eines Medienberichts des „Wall Street Journal“ soll das Online-Netzwerk Facebook Ausnahmen bei der Regel für Inhalte von Promis gemacht haben. Ein unabhängiges Aufsichtsgremium des Online-Netzwerkes prüft nun diesen Vorwurf. Das Oversight Board fordert mehr Transparenz bei der Entscheidung, ob Inhalte auf der Plattform bleiben oder gelöscht werden sollen.

Das „Wall Street Journal“ behauptet in internen Unterlagen, Facebook habe ein System erschaffen, bei dem zahlreiche Nutzer mit Promi-Status faktisch von der allgemeinen Inhalts-Regelung ausgenommen sind. Dadurch war es ihnen möglich, unerlaubte Beiträge ohne Konsequenzen zu verbreiten. Solche Inhalte gehen oftmals mit Beleidigungen, Drohungen oder Verletzung der Privatsphäre einher.

5,8 Millionen Facebook-Nutzer im Cross-Check

Das Cross-Check-System wurde eingerichtet, um durch eine Zweitprüfung der Entscheidungen über einzelne Beiträge Fehler zu verringern – in vielen Fällen wurde dies zu einem Freifahrtsschein für Prominente. 5,8 Millionen Facebook-Nutzer befinden sich laut Journal-Bericht im Cross-Check-Programm, welches jedoch nur bei einer geringen Zahl von Inhaltsentscheidungen zum Einsatz gekommen sei.

Das Gremium ist eine Prüfungsstelle bestehend aus Rechtsexperten, ehemaligen Politikern und Aktivisten, dessen Beschlüsse auch Gründer Mark Zuckerberg nicht überstimmen kann.

APA/RED.

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