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Ex-Politiker für Rettung der Wiener Zeitung

Österreichische Politikgrößen erwarten von der Regierung für den der Zeitung erhalt zu sorgen.
© MG Mediengruppe

Die Wiener Zeitung erhält Unterstützung durch ehemalige Politiker.

Nach Ankündigung der Abschaffung der Pflichtveröffentlichungen im Amtsblatt ab 2022 steht die älteste Tageszeitung der Welt auf der Kippe. Die Zeitung soll zukünftig nur mehr online erscheinen. Die gedruckte Zeitung spiele aus Sicht der Regierung keine große Rolle mehr. In den vergangenen Monaten stieß diese geplante Einstellung der Wiener Zeitung auf zunehmenden Widerstand. Nun meldeten sich auch einige prominente Politiker zu Wort. Über alle Parteigrenzen hinweg sprach man sich in einer Deklaration zur Rettung der Tageszeitung aus. Die ehemaligen Politiker richten eine klare Botschaft an die Bundesregierung: „Die Wiener Zeitung muss weiterleben!“

Deklaration an Kurz und Kogler

„Jede Stimme weniger am Zeitungsmarkt ist ein Verlust an Meinungsvielfalt und Medienpluralismus, und das in einer Zeit, in der ein faktenorientierter, nüchterner und unabhängiger Qualitätsjournalismus wichtiger ist denn je“, hieß es in der Deklaration, die an Kurz und Kogler übermittelt wurde.  Außerdem weisen die Ex-Politiker darauf hin, dass jährlich mehr als 220 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln an Medien gingen, mit rund zehn Millionen könnte die Zukunft der Tageszeitung gesichert werden.

„Wir erwarten, dass die Bundesregierung als Eigentümerin der Wiener Zeitung im Interesse von Meinungsvielfalt und Qualitätsjournalismus den Fortbestand dieser wichtigen Stimme am Zeitungsmarkt unterstützt und sicher stellt. Die Wiener Zeitung muss weiterleben“, hieß es im Schlussappell von Ex-Innenminister und Gründer der Initiative Karl Schlögl (SPÖ).

Prominente Unterstützer

Die Initiative wird von den ehemaligen Bundeskanzlern Franz Vranitzky, Alfred Gusenbauer und Christian Kern (alle SPÖ), den Ex-Vizekanzlern Erhard Busek (ÖVP), Herbert Haupt (FPÖ/BZÖ), Wilhelm Molterer (ÖVP) und Reinhold Mitterlehner (ÖVP), den früheren Landeshauptleuten Michael Häupl (SPÖ), Erwin Pröll (ÖVP), Hans Niessl (SPÖ) und Christof Zernatto (ÖVP) unterstützt. Auch zahlreiche Ex-Minister zählen zu den Mitstreitern für den Fortbestand der Tageszeitung. Darunter befinden sich unter anderem Claudia Bandion-Ortner, Brigitte Ederer und Maria Rauch-Kallat. Auch Ex-EU-Kommissar Franz Fischler, Terezija Stoisits von den Grünen, Heide Schmidt (FPÖ/Liberales Forum) sowie Ex-Bundespräsident Heinz Fischer sind mit von der Partie.

APA/red

 

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