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„Es gibt keine Umfärbung“

Roland Weißmann wird der neue Generaldirektor von Österreichs großer Medienorgel. Im Interview spricht er über seine Prinzipien. Und seine Pläne.
© ORF/ Thomas Ramsdorfer

Der Neue: Roland Weißmann will sich bei seinen Vorhaben nicht von Nebengeräuschen ablenken lassen

ExtraDienst: Gratulation zu Ihrer Wahl und zur Akzeptanz Ihres Teams mit 32 bzw. 34 Stimmen.

Roland Weißmann: Danke.

ED: Ich habe die Berichterstattung über Sie im Vorfeld der Wahl verfolgt. Und ich habe die Kommentare seit Ihrer Bestellung gelesen. Das scheint nicht schlecht gelaufen zu sein. Hatten Sie es sich schlimmer vorgestellt?

Roland Weißmann (lacht): Ich bin angetreten mit der Idee, den ORF in den kommenden Jahren in eine positive digitale Zukunft zu führen. Mit den sehr guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und einem Führungsteam, das ich mir aufgrund verschiedener Kriterien ausgesucht habe. Das ist die Aufgabe, die wir ab 1. Jänner angehen werden. Für unser Publikum zu arbeiten. Von Nebengeräuschen sollte man sich da nicht ablenken lassen.

ED: Alexander Wrabetz meint: „Das ist keine politische Funktion. Sie hat aber politische Aspekte.“ Können Sie mit dieser Formulierung leben?

Weißmann: Ich bin noch nicht im Amt, habe aber in den letzten vier Wochen den amtierenden Generaldirektor begleitet. Ich denke, er weiß, wovon er spricht.

ED: Wie fühlt sich das an, wenn Sie nun vor der Aufgabe des Generaldirektors stehen und die Medien über eine „Umfärbung“ wettern? Haben Sie mit derart scharfen Reaktionen gerechnet?

Weißmann: Also erstens einmal muss ich gleich widersprechen. Es gibt keine Umfärbung im ORF. Der ORF ist rot-weiß-rot. Das war er in der Vergangenheit und das wird er auch in Zukunft sein. Und die Berichterstattung über die inzwischen erfolgte Bestellung meines Direktorinnen- und Direktoren-Teams war durchwegs positiv, nicht einmal im Ansatz gab es Kritik oder Vorwürfe in Richtung einer „Umfärbung“. Darüber hinaus muss ich – obwohl ich jetzt doch einige Jahre im Umfeld der Geschäftsführung tätig war – aber trotzdem sagen, dass mich einiges an Reaktionen und Diskussionen überrascht hat und dass ich nicht erahnen konnte, was da auf einen zukommt.

Von Christian W. Mucha

 

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