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„Es geht nichts ohne Friede Springer“

KKR steigt für rund 2,9 Mrd. Euro bei Axel Springer ein. Keine Entscheidung ohne Verlegerwitwe.
© Axel Springer SE 2019

Stefan Balkenhols Skulptur „Balanceakt“ vor dem Axel-Springer-Haus Berlin

Der Finanzinvestor KKR wird größter Aktionär beim Berliner Medienkonzern Axel Springer (ExtraDienst berichtete) und überflügelt sogar Verlegerwitwe Friede Springer. Die Amerikaner sicherten sich mit ihrem Übernahmeangebot etwa 42,5 Prozent an Europas größtem Digitalverlag, wie beide Seiten am Montag mitteilten. Darüber hinaus kaufte KKR weitere 1,04 Prozent am Markt.

Insgesamt nahm KKR rund 2,9 Mrd. Euro in die Hand und hält damit künftig 43,54 Prozent. Friede Springer kommt etwa auf 42,6 Prozent und Konzernchef Mathias Döpfner auf rund 2,8 Prozent. Die Vereinbarung mit KKR sieht vor, dass keine Entscheidung ohne die Zustimmung der Verlegerwitwe getroffen werden kann. „Es geht nichts ohne Friede Springer“, bekräftige eine Konzern-Sprecherin. Der Deal soll Ende 2019 oder im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein.

„Das Ergebnis des Angebots ist ein sehr starkes Fundament für die geplante strategische Partnerschaft mit KKR“, sagte Döpfner. „Wir konzentrieren uns in den kommenden Monaten auf die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie, die wir weiter beschleunigen werden.“ Der Konzernchef hatte wiederholt betont, mit KKR wolle man Chancen nutzen, um im digitalen Journalismus und im Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet zu wachsen.

 

APA / RED

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