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Erste Amazon-Gewerkschaft fix

In einem Logistikzentrum in New York stimmte die Mehrheit für die Gründung der ersten Arbeitnehmervertretung bei Amazon, die sich bislang immer dagegen wehrten
©unsplash

Amazon steht in den USA wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik.

Wie ExtraDienst berichtete, fand vergangene Woche eine Abstimmung in mehreren Amazon-Logistikstandorten in den USA statt. Dabei ging es um die Frage, ob sich die Mitarbeiter in Gewerkschaften organisieren möchten. Bereits am Freitag während der Auszählung der Stimmen zeichnete sich am Standort in New York eine Mehrheit ab, die dafür stimmte – nun steht das Ergebnis fest: Bei dem Votum der Mitarbeiter des Amazon-Lagers in Staten Island im Bundesstaat New York gab es laut Auszählung vom Freitag eine Mehrheit von 2654 zu 2131 Stimmen für die Gewerkschaft.

Damit ist die Gründung der ersten Amazon-Gewerkschaft weltweit fix – und das obwohl sich Amazon bisher vehement dagegen stellte. So hatte es im April 2021 bereits eine Abstimmung im Bundesstaat Alabama gegeben, bei der die Gründung einer Arbeitnehmervertretung scheiterte. Im November gab die US-Arbeitsrechtsbehörde NLRB aber dem Einspruch einer Gewerkschaft statt, die Amazon eine unzulässige Einflussnahme und Regelverstöße vorgeworfen hatte. Das Ergebnis der Abstimmung wurde deswegen annulliert, es wurde eine neue Abstimmung angesetzt. Diese fand vergangene Woche zeitgleich mit der Abstimmung in New York statt, allerdings wieder ohne Erfolg.

Amazon steht in den USA wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik. Gewerkschaften und auch Politiker kritisieren, dass die Beschäftigten des 1994 von Jeff Bezos gegründeten Konzerns einem hohen Arbeitsdruck und einer permanenten Kontrolle ausgesetzt seien. In Deutschland kämpft die Gewerkschaft Verdi seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden.

APA/Red.

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