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Erneuter Schlag gegen Opposition in Nicaragua

Geschäftsführer der Zeitung "La Prensa" in Untersuchungshaft.
@Pixabay

Die 1926 gegründete Zeitung „La Prensa“ gehört zu den bedeutendsten Medien des Landes und war während der Somoza-Diktatur eine wichtige kritische Stimme.

Wie bereits gestern berichtet wurde am Wochenende gegen die letzte regierungskritische Zeitung in Nicaragua vorgegangen. Jetzt ist der Geschäftsführer der Tageszeitung „La Prensa“, Juan Holmann Chamorro, zu 90 Tagen Untersuchungshaft verurteilt worden. Ihm wurden Betrug und Geldwäsche vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes am Montag mitteilte. Holmann Chamorro war am Samstag festgenommen worden – einen Tag, nachdem die Polizei Ermittlungen gegen den Verlag verkündet und dessen Gebäude durchsucht hatte.

Die gedruckte Version der Zeitung war am Freitag auf unbestimmte Zeit eingestellt worden. In Nicaragua sind am 7. November Präsidentenwahlen geplant. Der ehemalige sandinistische Revolutionär Daniel Ortega (75) strebt seine vierte Amtszeit in Folge seit 2007 an. Seine Regierung war in den vergangenen Monaten massiv gegen die Opposition vorgegangen: Mehr als 30 Regierungskritiker wurden verhaftet, darunter sieben Präsidentschaftsbewerber und eine Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin. Die Opposition wirft der autoritären Regierung vor, mögliche Rivalen und Kritiker aus dem Weg räumen zu wollen.

 

APA/Red.

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