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Erneuter Angriff auf Journalisten in Pakistan

Gewürgt, gefesselt, getreten, mit Fäusten und Pistolen geschlagen
© Pixabay

In Pakistan nimmt die Gewalt gegen militärkritische Journalisten zu

In Pakistan wurde erneut ein militärkritischer Journalist gewaltsam angegriffen.  Mindestens drei Bewaffnete hätten in der Nacht auf Mittwoch Asad Ali Toor in der Hauptstadt Islamabad gewürgt, gefesselt, getreten und mit Fäusten und Pistolen geschlagen. Dies gab der Journalist gegenüber der lokalen Polizei bekannt. Toor ist als Produzent einer  populären Show beim pakistanischen Sender Aaj Television tätig und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Auf „Asad Toor Uncensored“ berichtet und diskutiert der Journalist Themen, die in den Mainstream-Medien in Pakistan gemieden werden.

Nicht der erste Vorfall

Der Vorfall ist der jüngste einer Reihe von Angriffen gegen militärkritische Journalisten in dem südasiatischen Land. Wie ExtraDienst berichtete, wurde Ende April Absar Alam bei einem Spaziergang in Islamabad von einem Unbekannten angeschossen und verwundet. Auch Alam ist für seine unverblümte Kritik am Militär bekannt. Gegen beide Journalisten wurde im Vorjahr ein Strafverfahren wegen Verleumdung des Militärs eingeleitet. Ein höheres Gericht in Islamabad wies an, die Klage fallen zu lassen. In der Vergangenheit sind nach mehreren Angriffen auf Journalisten in Pakistan die Untersuchungen im Sand verlaufen. Trotz zahlreicher Aufrufe von lokalen und internationalen Gremien, die Straflosigkeit bei gewaltvollen Vorfällen mit Journalisten zu beenden, wurde niemand verhaftet oder angeklagt. Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen liegt Pakistan auf Platz 145 von insgesamt 180 in der Rangliste der Pressefreiheit 2021. Die Organisation stufe die Lage für Journalisten vor Ort als „schwierig“ ein.
APA/red
 

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