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Elon Musk: Attacke auf Twitter-Juristin

Musk löste eine Hass-Welle gegen Twitters Chefjuristin Vijaya Gadde aus - und bringt damit die geplante Übernahme ins Wanken
©APA/AFP/Amy Osborne

Musk will die Plattform übernehmen, weil es dort seines Erachtens nach nicht genug Redefreiheit gebe

Nur wenige Tage nachdem Tesla-Chef Elon Musk bekannt gab, die Kurznachrichten-Plattform Twitter für 44 Milliarden Dollar kaufen zu wollen, gerät die Übernahme nun ins Wanken. Der Grund: Musk steht in Kritik, weil seine Tweets zu einer Hass-Welle auf Twitters Chefjuristin Vijaya Gadde beigetragen haben. Allerdings verpflichtete sich der Milliardär in der Übernahme-Vereinbarung, den Microblogging-Dienst oder dessen Vertreter nicht zu „verunglimpfen“.

Der Auslöser für den aktuellen Vorfall war ein Artikel der Webseite „Politico“. Demnach zeigte sich Gadde in einer internen Besprechung besorgt über den möglichen Umschwung der Plattform nach Musks Kauf. Und zwar so sehr, dass sie die Tränen nicht mehr habe zurückhalten können. Zunächst veröffentliche Musk einen Tweet, in dem er meinte, die Vorgehensweise von Twitter rund um den Zeitungsartikel sei „eindeutig unglaublich unangemessen gewesen“. Damit aber nicht genug: Kurz darauf postete er eine Fotomontage mit Gaddes Gesicht, in der von einer „linken Voreingenommenheit“ die Rede war.

Die Folge: Die Chefjuristin war verstärkt Attacken und Beschimpfungen auf Twitter ausgesetzt. Darunter auch einige rassistische Beiträge, die mittlerweile von der Plattform entfernt wurden. Daraufhin wurde Elon Musk aufs Schärfste kritisiert, unter anderem vom ehemaligen Twitter-Chef Dick Costolo. „Mobbing ist nicht Führungsstärke“, schrieb dieser bei Twitter. Musk verteidigte sich daraufhin mit: „Ich sage nur, dass Twitter politisch neutral sein muss.“ Auch der frühere Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos meldete sich zu Wort und betitelte Musks Verhalten als inakzeptabel und unprofessionell.

APA/Red.

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