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Elektro-Plaudertasche

Alexa, wir gehen neue kommunikative Wege: Digitale Sprachassistenten sollen künftig innovative Impulse für Online-Shopping und Kundenkontakte liefern.
© Eberspächer Gruppe GmbH & Co. KG

Kaffee statt Kratzen: Mit dem Sprachskill von Eberspächer schaltet Alexa vom Frühstückstisch aus die Stand-heizung des winterlichen Autos ein

Sie ist smart, gesprächig und hat eine erstaunliche Karriere hinter sich. Die internationale Beliebtheit wächst stetig weiter, ihre Hilfsbereitschaft wird goutiert von der Zielgruppe. Selbst Frauen zeigen keine Eifersucht, wenn jene Stimme im trauten Heim zu hören ist. Schließlich erledigt das Multitalent verlässlich zahlreiche Aufgaben. Alexa ist und bleibt eben ein Star der digitalen Community.

So rasch dürfte Amazons Elektro-Plaudertasche auch nicht aus den Wohnzimmern verschwinden. Schließlich gilt Sprachsteuerung als Technologie der Zukunft. Dabei geht es nicht mehr um profane Aufgaben wie das Ausschalten des Lichts oder morgendliche Weckrufe. Vielmehr rücken geschäftliche Aspekte verstärkt in den Mittelpunkt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Sprachassistenten und Smart Speakern erhält der Einkauf im Internet eine neue Option: Voice Commerce wird als kommender Hit bejubelt.

Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Payment-Spezialist Mastercard macht die Tendenz am Beispiel deutscher Netznutzer sichtbar. Die Zahlen sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache: 34,3 Prozent verwenden bereits digitale Sprachassistenten, weitere 14,8 Prozent wollen diese Anwendungen erproben. Besonders beliebt sind kommunikative Helfer bei den 30- bis 39-Jährigen. In jener Altersklasse haben schon 44,9 Prozent eine solche Technologie zum Einsatz gebracht.

Verbaler Einkauf

26 Prozent der Befragten können sich zudem vorstellen, in Zukunft Produkte und Services per Sprachsteuerung zu kaufen. Weitere 14,1 Prozent sind unschlüssig. Männer zeigen sich deutlich aufgeschlossener. So können sich 30,1 Prozent von ihnen, aber nur 22 Prozent der Frauen vorstellen, mittels Voice zu shoppen. Ausgeprägtes Interesse zeigen Familien: Bei Haushalten mit zwei Kindern sind es 40,2 Prozent, die verbale Anordnungen mit dem Einkaufswagen tauschen wollen. Bei Gemeinschaften mit drei und mehr Kindern tendiert jeder zweite Befragten in diese Richtung. 

Die gelebte Praxis sieht dann aber doch noch anders aus. 9,5 Prozent sind schon zur Tat geschritten und haben mindestens einmal über einen Sprachassistenten bestellt. In der Altersklasse der 18- bis 29-Jährigen sind es dann schon 16,4 Prozent, die von jener neuen Möglichkeit des Erwerbs Gebrauch machen. Luft nach oben ist also noch vorhanden, ebenso wie der feste Wille: Deutschlandweit wollen immerhin 20,7 Prozent der Befragten in den kommenden zwölf Monaten das Feeling hautnah testen. 

Wie gewohnt wird auch das E-Payment im Zentrum von Veränderungen stehen. Online bezahlen ist zwar praktisch, aber bequemer wäre es, wenn der User Computer oder Smartphone zurufen könnte, die Rechnung zu begleichen. 7,4 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal diesen Weg gewählt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es bereits 13 Prozent. Weitere 14,1 Prozent planen den Erstversuch im kommenden Jahr. 

Eine Untersuchung der Unternehmensberatung PwC untermauert den aktuellen Trend. Während 13 Prozent der Deutschen einen Sprachassistenten besitzen, wollen 19 Prozent nachziehen. „Gerade jüngere Verbraucher sind es gewohnt, dass sie über ihr Smartphone schnellen Zugang zu Informationen haben und ihre Wünsche unmittelbar erfüllen können“, weiß PwC Deutschland-Experte Christian Wulff. 

Von Christian Prenger

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