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Ein Job mit politischer Komponente

Alexander Wrabetz führte den ORF 15 Jahre lang als Generaldirektor. Im ExtraDienst-Interview blickt er zurück
© Milenko Badzic

Kaum wiederzuerkennen: Wrabetz 2001 mit Michael Haneke und Isabelle Huppert bei der Premiere des Kinofilms „Die Klavierspielerin“

ExtraDienst: Wie muss man sich die Arbeit als ORF-Generaldirektor vorstellen?

Alexander Wrabetz: Es ist sicher einer der schönsten und spannendsten, aber auch komplexesten und forderndsten Managementjobs, die man sich vorstellen kann. Das Spannende ist, die wichtigsten Programme des Landes mit sehr interessanten Menschen zu gestalten. Und damit ein Leitmedium zu führen, wie es wahrscheinlich weltweit einzigartig ist. Dann ist da die Kehrseite. Weil es ein Unternehmen ist, das einerseits im Wettbewerb steht mit den größten Medien-Konzernen Europas und der Welt und das andererseits in einem politischen Spannungsfeld agiert. Man steht als Unternehmen immer im Mittelpunkt. Das ist auch sehr fordernd. Seit ich Generaldirektor bin, gibt es wahrscheinlich keinen Tag, wo ich nichts für den ORF gemacht habe.

ED: Sie haben die Wahl verloren. Haben Sie das im Vorfeld für möglich gehalten?

Wrabetz: Dass die Wahrscheinlichkeit der Wiederwahl gering ist – da die Mehrheitsgruppe im Stiftungsrat in eine andere Richtung tendierte –war mir klar. Aber ich bin ein Kämpfer und habe bis zuletzt die Möglichkeit gesehen, das noch zu drehen. Zwei Tage davor wusste ich, dass ich es nicht mehr schaffen werde.

ED: Wie sehen Sie Ihren Nachfolger? Sie haben sich im Vorfeld positiv über ihn geäußert. Jetzt haben wir die Situation, dass Weißmann ein Team präsentierte, von dem ich bereits in einem TV-Interview meinte, dass es sich nicht besonders von dem Team unterscheide, dass Sie präsentiert hätten.

Wrabetz: Nein, das stimmt so nicht.

ED: Wie hätte Ihr Team ausgesehen?

Wrabetz: Das ist jetzt nicht relevant. Faktum ist, dass von 14 Personen 13 ihre entscheidenden Karriereschritte im ORF durch mich gemacht haben und ich dem neuen Team viel Erfolg wünsche.

 

Von Christian W. Mucha

 

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