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Darf Satire alles?

Darf Satire alles?
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Oder wo ist die Grenze von Humor? Karikatur, Cartoon und künstlerischer Veraschung?

 

Diesbezüglich prallen die Meinungen mit immenser Heftigkeit aneinander, wobei der Großteil meint, dass der Falter-Cover, aufgebaut nach dem historischen Bild des holländischen Künstlers Jacob Jordaens, eine Riesensauerei wäre. Politisch unkorrekt. Nun, mir persönlich sind die Heuchler, die ohne Binnen-I nicht auskommen, die schon im scharfen Blick eines Kurzsichtigen einen sexuellen Übergriff orten und die uns allerorten politische Korrektheit von der Mohren-Apotheke bis zum Negerbrot aufzwingen, irgendwie ungeheuer.

Aber so ist es halt, wenn man mitten aufs finsterste Biedermeier zusteuert. Wir haben uns dem zu beugen, neue Maßstäbe anzulegen.

Überall dort, wo Frauen deren Wertschätzung beziehungsweise im Gegenteil deren Verächtlichmachung trifft, ist die politische Grenze eindeutig überschritten. Damit meine ich: Dieser Falter-Cover war unnötig. Wobei ich nicht in allen Punkten mit jenen übereinstimme, die dagegen vehement auftreten. Nein, die Freundin von Sebastian Kurz ist keine unbeteiligte Privatperson, sondern selbstverständlich eine öffentliche Person. Aber sie entblößt und abwertend auf dem Cover darzustellen, geht gar nicht. Hier wurde eine Grenze überschritten.

Diese Titelseite mag uns allen als Warnzeichen gelten: Sollten sich mehrere, mit Empathie ausgestattete, mit Intelligenz und Fingerspitzengefühl daherkommende Verantwortliche Titelblätter anschauen, bevor man die auf die Menschheit loslässt.

 

Christian W. Mucha

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