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eBay-Kleinanzeigensparte geht an Adevinta

Der norwegische Konzern hält auch 50 Prozent am österreichischen willhaben.at.
© Pixabay

Kleinanzeigen

Der norwegische Online-Marktplatz Adevinta hat den Zuschlag für die milliardenschwere Anzeigensparte von eBay erhalten. Der Kaufpreis für den Geschäftsbereich mit Portalen wie eBay Kleinanzeigen und mobile.de liege bei 9,2 Mrd. US-Dollar (8,0 Mrd. Euro), teilten beide Unternehmen am Dienstag (21.7.) in Oslo und San José mit. Durch die Übernahme entstehe der größte Online-Anzeigenmarkt der Welt.

Adevinta hält 50 Prozent am österreichischen Kleinanzeigenportal willhaben.at und 100 Prozent an der heimischen Kleinanzeigen-Plattform Shpock.
Der Konzern setzte sich bei dem Milliardendeal im Bieterrennen gegen ein Konsortium aus Finanzinvestoren sowie die Beteiligungsgesellschaft Prosus des Medienkonzerns Naspers durch.

Den Großteil der Summe will Adevinta allerdings nicht in bar, sondern mit eigenen Aktien bezahlen. Nur 2,5 Mrd. Dollar soll eBay in bar erhalten. Auf diese Weise wird eBay mit einer Beteiligung von 44 Prozent zum neuen Großaktionär von Adevinta – und bleibt dadurch auch an dem Anzeigengeschäft weiterhin beteiligt. Adevintas bisheriger Mehrheitseigner, der Medienkonzern Schibsted, will dem Deal den Angaben zufolge zustimmen. Er soll künftig statt mit 59 Prozent nur noch mit einem Drittel an Adevinta beteiligt sein.

Durch den Zusammenschluss soll der größte Anbieter von Online-Anzeigenmärkten der Welt entstehen, der in 20 Staaten mit rund einer Milliarde Einwohnern vertreten ist. eBays Anzeigensparte ist bisher in 13 Ländern vertreten, Adevinta in 15. Legt man die Zahlen des Jahres 2019 zugrunde, entsteht durch den Zusammenschluss ein Unternehmen mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Dollar und einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit fast 600 Mio. Dollar. Von der Fusion versprechen sich die beteiligten Unternehmen Synergien in Höhe von 150 bis 185 Mio. Dollar.

Das internationale Anzeigengeschäft der Kalifornier ist unter anderem in Kanada, Teilen Europas, Afrika, Australien und Mexiko vertreten. Nutzer können ihre Produkte und Dienstleistungen dort Interessenten in ihrer Nähe anbieten. Adevinta hingegen ist bisher vor allem in Teilen Europas, Lateinamerikas und Nordafrikas vertreten.

APA/red

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