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„Dreisteste Werbelüge des Jahres“

Der "Goldene Windbeutel 2019" geht an die Kinder-Tomatensauce von Zwergenwiese.
© foodwatch/picture alliance/Udo Fischer

Mit der Wahl zum Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres wurden Verbraucher von foodwatch dazu aufgerufen, sich aktiv gegen die „tagtägliche Täuschung“ zur Wehr zu setzen und gegen Etikettenschwindel zu protestieren.

Vom 5. November bis 1. Dezember lief die Abstimmung über den Goldenen Windbeutel 2019. Am Dienstag (3.12.2019) wurde der Preis an das deutsche Unternehmen Zwergenwiese übergeben. 53 Prozent der fast 70.000 Stimmen haben die „Kinder-Tomatensauce“ des Bio-Herstellers zur dreistesten Werbelüge des Jahres gewählt. „Das ist in der Geschichte des Windbeutels das eindeutigste Abstimmungsergebnis, das es jemals gab“ heißt es in der Presseaussendung.

Die für Kinder beworbene Tomatensauce von Zwergenwiese war für den Goldenen Windbeutel nominiert, weil sie mehr als doppelt so viel Zucker enthält wie die Sauce für Erwachsene. Dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Saucen für Kinder gar keinen zugesetzten Zucker enthalten sollten. Zwergenwiese hatte sein Produkt nach der Nominierung damit verteidigt, dass „kein zugesetzter Kristallzucker“, sondern Apfeldicksaft enthalten sei. Doch die WHO definiert auch Zucker aus Fruchtsaftkonzentraten als freien bzw. zugesetzten Zucker, dessen Konsum reduziert werden sollte.

 

PA/Red

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