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Digitalsteuer auf heimische Händler abgewälzt

Österreichs Handel sieht sich in Befürchtungen bestätigt, der Internethandel fordert rasche Sanierung der Regelung.
© Pixabay

Die Digitalsteuer trifft vor allem österreichische Händler, die z.B. auf Google werben

Nachdem Google die in Österreich seit Jänner dieses Jahres geltende Digitalsteuer auf Einnahmen aus Onlinewerbung ab 1. November 2020 seinen Werbekunden weiter verrechnen wird, sieht sich der österreichische Handel in seinen Befürchtungen bestätigt. „Wie sich nun zeigt, trifft die Digitalsteuer letztlich nicht die ausländischen Internet-Giganten, sondern all jene österreichischen Unternehmen, die auf Google werben“, sagt Martin Sonntag, Obmann des Bundesgremiums des Internethandels. „Hier gilt es, Steuergerechtigkeit herzustellen.“

International harmonisierte Lösung auf OECD-Ebene gefordert

Aus Sicht der Bundessparte Handel und des Bundesgremiums des Versand-, Internet und allgemeinen Handels in der Wirtschaftskammer ist eine international harmonisierte Lösung auf OECD-Ebene notwendig. „Wir müssen faire Wettbewerbsbedingungen schaffen, um eine steuerliche Gleichbehandlung aller Unternehmen zu ermöglichen.“ Statt einer zusätzlichen Steuer sollten die derzeit verfolgten internationalen Besteuerungskonzepte der OECD wie die Besteuerung der digitalen Leistungen in den Absatzmärkten weiterverfolgt werden. Das würde dazu beitragen, dass Gewinne dort besteuert werden, wo sie erwirtschaftet werden.

APA/red

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