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Europas Finanzminister ringen um Einigung

 

EU-Mitgliedsländer wollen Einigung bis Jahresende

 

Die EU-Finanzminister wollen bis Ende des Jahres greifbare Ergebnisse bei der stärkeren Besteuerung von Digitalriesen wie Google und Co vorweisen. "Alle sind ganz optimistisch, dass wir zu zügigen Fortschritten kommen", sagte der deutsche Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nach dem Treffen mit seinen Amtskollegen am Samstag in Wien. Es könne nicht sein, dass erfolgreiche Unternehmen nicht zur Finanzierung des Gemeinwesens beitrügen. Auch der heimische Finanzminister Hartwig Löger schlägt in die selbe Kerbe: Er verkündete nach einer Sitzung der EU-Finanzminister, dass sich die Gruppe auf einen neuen Weg zur Besteuerung von digitalen Unternehmen geeinigt habe.

 

Traditionelle Wirtschaftsunternehmen zahlen Schätzungen zufolge in Europa etwa 23 Prozent Steuern, Digitalkonzerne nur acht bis neun. Die EU-Kommission hatte daher vorgeschlagen, für Digitalfirmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einem Online-Umsatz von 50 Millionen Euro in Europa drei Prozent Umsatzsteuer zu erheben. Langfristig will sie außerdem die Körperschaftsregeln ändern, um Firmen auch ohne physische Präsenz in einem Land besteuern zu können.

Bildcredit: pixabay