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Digitalisierung: Droht Medienriesen das Aus?

Klassische Geschäftsmodelle reichen für viele Führungskräfte der Medienbranche nicht zum Überleben.
© Pixabay

Nach einer neuen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY sehen mehr als ein Drittel der Führungskräfte von weltweiten Medien- und Entertainment-Unternehmen das Überleben ihrer Konzerne in den kommenden fünf Jahren gefährdet. Durch die Entstehung neuer Geschäftsmodelle im Medienbereich ist es inzwischen unerlässlich geworden, alte Modelle zu verwerfen und mehr auf Innovationen zu setzen.

Die Analysten von EY haben für die Studie mehr als 350 Führungskräfte von weltweit agierenden Medienunternehmen interviewt. Die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Medienunternehmen mit klassischen Geschäftsmodellen in Zukunft nicht überleben können. 28 Prozent wollen ihren eigenen Konzern an die Digitalisierung anpassen, haben jedoch noch keinen konkreten Plan dafür, welche Maßnahmen sie treffen müssen.

Bei der hohen Diversität von Einkommensquellen und Geschäftsmodellen wissen viele nicht, wo sie anfangen sollen“, meint John Harrison, Leiter des Bereichs Global Media & Entertainment bei EY. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Führungskräfte wollen ihre Unternehmensstruktur vereinfachen und interne Abteilungen konsolidieren. 56 Prozent sehen die höhere Verfügbarkeit von Daten durch die Digitalisierung als besonders wichtig. Um Innovationen zu schaffen, sei es für Konzerne wichtig, die eigenen Daten zu sammeln.

Ausbildung von jungen Talenten wichtig

Eine besondere Herausforderung ist laut der Studie die Ausbildung von jungen Talenten. Weil die Belegschaft von modernen Unternehmen aus verschiedenen Generationen besteht, ist es für 30 Prozent der Befragten besonders wichtig, die Qualifikationslücke zwischen ihnen zu schließen, um Innovationen zu fördern.

„Wie bei vielen anderen Branchen ist auch im Medienbereich den meisten klar, dass es Innovationen braucht. Jedoch passiert hier noch zu wenig, was vor allem daran liegt, dass die meisten Unternehmen noch nicht stark genug unter Druck stehen“, meint dazu der Digitalisierungsexperte Frank Eilers im Gespräch mit pressetext.

pressetext/red

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