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Digitale Sicherheitsoffensive startet

Das Bundeskriminalamt bietet kostenlose Schulungen zur Cybersicherheit an.
© Pixabay

Cybersicherheit wir immer wichtiger

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) hat am Dienstag neue Maßnahmen im Kampf gegen im digitalen Bereich vorhandene Sicherheitsdefizite in der österreichischen Bevölkerung präsentiert. Ab sofort bietet das Bundeskriminalamt (BK) kostenlose Schulungen zur Cybersicherheit an, während auf der Plattform „fit4internet“ zwei Kurse für unterschiedliche Wissensstufen bereitstehen.

„Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, aber gleichzeitig Herausforderungen“, sagte Schramböck anlässlich des Safer-Internet-Days in Wien. Von Mai bis Dezember 2019 haben 10.000 Personen ihre digitalen Kompetenzen auf der Homepage des vom Ministerium initiierten Vereins „fit4internet“ geprüft. „Dabei zeigte sich, dass hinsichtlich der Sicherheit am meisten Aufholbedarf besteht“, erklärte die für Digitalisierung zuständige Ministerin. 40 Prozent der Teilnehmer erreichten lediglich die unterste Kompetenzstufe.

Kriminalität verlagert sich zusehends ins Internet

„Um der Internetkriminalität Herr zu werden, müssen wir Experten aufbauen“, sagte Michael Fischer, stellvertretender Direktor des BK. Die Dunkelziffer an Delikten sei sehr hoch, das Anzeigeverhalten der Bevölkerung ausbaufähig, meinte Fischer.

Um dem zu begegnen, stehen demnächst rund 600 vom BK ausgebildete Experten der Polizeibehörden bereit, um kostenlose Schulungen zur Cybersicherheit zu leiten. Die Kurse richten sich primär an Gemeinden oder auch Unternehmen, die eine Gruppe von mindestens 20 Erwachsenen ohne IT-Vorkenntnisse geschult wissen wollen. Buchungen sind über die fit4internet-Hotline (0800-221-055) möglich.

Zwei kostenlose vom Technologieanbieter Cisco entwickelte E-Learning-Kurse zum Thema „Sicherheit in der digitalen Welt“ sind ebenfalls ab sofort auf der fit4internet-Plattform abrufbar. Einer richtet sich an Einsteiger, während der zweite für in digitalen Sicherheitsfragen fortgeschrittene Personen gedacht ist.

Ab April soll ein detailliert ausgearbeiteter Kompetenzcheck verfügbar sein, der sich speziell mit Sicherheitsfragen beschäftigt. Im Mai soll eine „Security-Game-App“ folgen, mittels derer sich Jugendliche gegenseitig herausfordern können, kündigte Schramböck an. Schließlich sollen Kindergartenpädagogen und -pädagoginnen mehr Unterstützung etwa in Form von Schulungen erhalten, um die Jüngsten unserer Gesellschaft sicher im Internet begleiten zu können.

APA/red

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