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Dietmar Wassermann muss erneut vor Gericht

Dem ehemaligen KTZ-Eigentümer wird Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen vorgeworfen.
© Pixabay

Der ehemalige Eigentümer der „Kärntner Tageszeitung“, Dietmar Wassermann, wird sich für die Millionenpleite der KTZ vor Gericht verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wirft dem 58-Jährigen grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen vor. Das berichtet die „Kronen Zeitung“ in ihrer Donnerstag-Ausgabe.

Die Kärntner Tageszeitung war 2014 in Konkurs gegangen, ihr letzter Eigentümer, eben Wassermann, hatte sich kurz zuvor abgesetzt, weil er nach Deutschland ausgeliefert werden sollte. Dort wurde er des Mehrwertsteuerbetrugs in Millionenhöhe beschuldigt. Wassermann tauchte unter, er wurde erst im Oktober 2017 geschnappt und schließlich nach Deutschland ausgeliefert, wo er drei Jahre Gefängnis wegen Steuerhinterziehung ausfasste.

Er beantragte, seine Haft in Österreich verbüßen zu dürfen, dem wurde stattgegeben, seither sitzt er in der Justizanstalt Klagenfurt. Staatsanwalt Helmut Jamnig ermittelte im Zusammenhang mit dem Zeitungskonkurs unter anderem wegen schweren Betrugs. Wassermanns Anwalt Michael Sommer erklärte laut „Krone“: „Anfangs stand Millionenbetrug im Raum; dabei hat mein Mandant selbst viel Geld verloren. Übrig blieb letztlich nur die grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen.“ Fast eine Million Euro Schaden soll er verursacht haben, die Strafdrohung beträgt maximal ein Jahr. Prozesstermin gibt es noch keinen.

 

APA/red

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