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Die meistgesuchte Betrügerin der Welt

Ruja Ignatova erfand die absolut wertlose Kryptowährung „Onecoin“ - und brachte damit Investoren weltweit um mehrere Milliarden Dollar
©pexels

Die Betrügerin hatte über Jahre den Schein aufrechterhalten, dass ihr „Onecoin“ tatsächlich etwas Wert sei

Das Investieren in Kryptowährung ist eine heikle Sache. Vor allem dann, wenn die vermeintliche „Währung“ frei erfunden – und somit absolut wertlos – ist. Genau diese Erfahrung machten vor einigen Jahren unzählige Menschen, die ihr Geld in die Kryptowährung Onecoin steckten. Die Drahtzieherin dahinter: Die promovierte Juristin Ruja Ignatova (41). Nach der gebürtigen Bulgarin wird seit ihrem spurlosen Verschwinden im Oktober 2017 wegen gemeinschaftlichen Betrug im besonders schwerem Fall sowie Geldwäsche gefahndet. Nun sogar Weltweit, wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Mittwoch berichteten.

„Die Gesuchte steht im Verdacht, als treibende Kraft und geistige Erfinderin der vermeintlichen Kryptowährung Onecoin weltweit Investoren veranlasst zu haben, in diese tatsächlich wertlose „Währung“ zu investieren“, so die Behörden. In dem laufenden Verfahren wurde bisher ein Betrugsschaden von mehr als 88 Millionen Euro festgestellt. Tatschlich dürfte dieser – weltweit betrachtet – allerdings bei mehreren Milliarden Dollar liegen. Dementsprechend wurde nun zusätzlich zu den bereits bestehenden nationalen und europäischen Haftbefehlen die weltweite Öffentlichkeitsfahndung eröffnet. Das macht Ignatova zu einer der meistgesuchten Flüchtigen der Welt.

Ignatova könnte möglicherweise ihr Aussehen verändert haben, wodurch sich die Fahndung als durchaus schwierig gestaltet. Zudem dürfte sie aufgrund ihrer Taten über erhebliche finanzielle Mittel und Unterstützer und Kontaktpersonen auf der ganzen Welt verfügen. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Beschuldigten führen, winkt eine Belohnung von 5.000 Euro. Allerdings warnt die Polizei davor, Ignatova anzusprechen, da sie eine Waffe bei sich tragen könnte.

APA/Red.

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