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AK-Studie sieht in Influencern Gefahr für Kinder

 

AK-Studie ortet Gefahr für Kinder

 

YouTuber, Blogger und Co erzählen von ihren Träumen, Sorgen und sind damit nah an der Welt von Kindern, die dem Lifestyle ihrer Idole nacheifern. Ideal für die Werbebranche, die die Beeinflusser zunehmend für sogenanntes Influencer-Marketing, also schlichte Produktwerbung, nutzen. Eine AK Studie beleuchtet den hippen Trend kritisch: Kinder erkennen oft nicht, dass es Werbung ist. Fakt ist: Werbung müsste gekennzeichnet sein, was oft nicht passiert. Plattformanbieter drücken sich mitunter auch davor, die Kennzeichnung technisch zu unterstützen.

 

„Kinder erkennen meist nicht, dass es sich bei Influencern um Werbung handelt“, sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Die Auftritte junger YouTuber und Co wirken oft handgestrickt und damit viel vertrauensbildender als klassische Werbung. „Die Strategie der Werbepartner liegt auf der Hand“, weiß Zimmer, „sie bringen Werbung zur Zielgruppe, ohne dass es diese stört. Im Gegenteil: Werbung wird von der Zielgruppe freiwillig abonniert und gilt als cooler, authentischer, glaubwürdiger Tipp unter Freunden – ein Traum für die Werbeindustrie. Die Werbung integriert sich in redaktionelle Inhalte.“ Gegenüber klassischem Marketing ist Werbung in Blogs und Videos unauffälliger eingebettet (oft intransparent), interaktiver (sprich die Privatsphäre gefährdend) und auf die NutzerInneninteressen perfekt zugeschnitten. Wo Werbung be-ginnt und wie Rechtsregeln auf den Plattformen überhaupt umzusetzen sind, ist oft un-klar: Etwa bei Unboxing-Videos, in denen Produkte ausgepackt und kommentiert werden, oder schwer erkennbaren sponsored-Hashtags bei Instagramfotos.

Bildcredit: pixabay