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Die Gewinner der Emmy Awards

Bei den 73. Emmy-Awards räumten zwei Serien groß ab, das erhoffte Zeichen zur Gleichberechtigung von Minderheiten blieb aber weiterhin aus.
©unsplash

Netflix ging als größter Sieger der Emmy-Verleihung hervor und erhielt unter anderem elf Preise für seine eigene Produktion „The Crown“.

Am gestrigen Abend ging die 73. Emmy-Verleihung in Los Angeles über die Bühne. Nach einem Jahr coronabedingter Pause konnte die Veranstaltung mit rund 600 zugelassenen Gästen endlich wieder mit Publikum stattfinden – allerdings in einem Zelt neben dem sonst genutzten Microsoft Theater. Die großen Gewinner waren die Netflix-Serie „The Crown“ und die von Apple+ produzierte Komödie „Ted Lasso“. Zudem konnte Netflix mit „Damengambit“ die Kategorie „beste Miniserie des Jahres“ für sich entscheiden.

Die großen Abräumer des Abends

„The Crown“ erzählt in nun bereits vier veröffentlichten Staffeln das wahre Leben der britischen Queen Elizabeth II. und konnte nach jahrelanger Flaute nun endlich wieder einen Erfolg erzielen. Die Serie erreichte den Sieg in elf der 110 Kategorien, unter anderem wurde der Hauptpreis für die beste Dramaserie des Jahres an das Netflix-Original verliehen. Zudem erhielt die Produktion die Awards für alle vier Schauspieler-Kategorien, das Drehbuch sowie die Regie.

Die ebenfalls in Großbritannien spielende Comedy-Serie „Ted Lasso“, die aktuell bei Apple+ im Programm ist und von einem britischen Profifußballer handelt, wurde hingegen in sieben Kategorien geehrt. Neben der „besten Comedyserie“ gewann auch der Schauspieler Jason Sudeikis einen Preis für seine Leistung in der Titelrolle.

Gleichberechtigung von Minderheiten weiterhin schwach

Alle zwölf Emmys für die Haupt- und Nebenrollen gingen an Weiße, womit sich abermals die Frage der Gleichberechtigung stellt. Jedoch wurden Schwarze, Indigene und Latino-Stars vermehrt als Laudatoren eingesetzt. Die einzige Ausnahme hierbei war die Schauspielerin Debbie Allen, die als erste Schwarze den Preis für ihr Lebenswerk, den sogenannten „Governors Award“ erntete.

Zudem erhielt die schwarze Britin Michaela Coel den Preis für das „beste Drehbuch“ für die Miniserie „I May Destroy You“. In der Serie verkörpert die 33-Jährige auch die Hauptfigur, die mit den Folgen eines Missbrauchs zu kämpfen hat. „Ich widme diesen Preis allen Überlebenden von sexuellem Missbrauch“, beteuerte Coel in ihrer Dankesrede.

„Just a Friend“

Zu Beginn des Abends würdigten die unzähligen US-Fernsehstars den verstorbenen Biz Markie mit dem Song „Just a Friend“. Der Rapper war vergangenen Juli im Alter von nur 57 Jahren verstorben. „Fernsehen, du hast, was ich brauche“, sagen die Nominierten und Preisträger gemeinsam.

APA/Red./LBi

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