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Die „Bravo“ als Überlebenskünstlerin

65 Jahre hat sich das Jugendmagazin schon bewährt und ist mittlerweile auch digital gut aufgestellt.
@Bravo

Der „Bravo“ geht es immer noch darum, die Jugendlichen ernst zu nehmen und sie so zu akzeptieren, wie sie sind, und ihre Bedürfnisse dort zu bedienen, wo sie sich rumtreiben.

Als am 26. August 1956 die „Film- und Fernsehzeitschrift“ mit dem Titel „Bravo“ zum ersten Mal erschien, war das ein Meilenstein. Generationen von Jugendlichen haben darin erfahren, was ihre Stars sie wissen lassen wollten und sich Sextipps bei „Dr. Sommer“ geholt. Alle vier Wochen erscheint das gedruckte Magazin heutzutage noch – vor allem als Angebot an Jüngere, die noch nicht den ganzen Tag am Handy hängen. Die Auflage liegt derzeit bei 83 000. Zum Vergleich: Auf Instagram hat die „Bravo“ nach Angaben des Verlags mehr als 579.000 Follower, auf Tiktok mehr als 270.000. „Junge Menschen finden Magazine nicht doof – es ist aber eben nicht ihr Massenmedium“, sagt Huckenholz. „Tendenziell entwickelt sich Print für die junge Zielgruppe immer mehr hin zum Luxus-Objekt.“

Die „Bravo“ sei „kein Relikt aus alten Zeiten, betont die „Bravo“-Chefredakteurin Digital, Huckenholz, und zielt damit vor allem auf das ab, was inzwischen online stattfindet – „sondern genauso jugendlich wie an ihrem Ersterscheinungstag“. Auch Ex-Chefredakteur Gernandt glaubt an die Zukunft der „Bravo“ – als Marke. „“Bravo“ ist im Alltag noch immer sehr präsent: in Quizshows, in Dokumentationen, etwa bei „ZDF History““, sagt er. „Natürlich hat sie an Print-Auflage verloren über die Jahre, wie so viele andere Print-Objekte auch. Aber „Bravo“ hat sich längst digital aufgestellt. Die Marke „Bravo“, zu der auch die „Bravo Hits“-CDs gehören, wird überleben.“

 

APA/Red.

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